Was ist ein Christ?

Kategorie: Bücher

Autor: Niko Derksen

Was ist ein Christ?

Dies ist eine wahrhaft lebenswichtige Frage, denn von der richtigen biblischen Antwort darauf hängt ewiges Glück oder ewiges Grauen ab. Doch auf nur wenige Fragen wurden so viele verwirrende Antworten gegeben.

In diesem Buch legt Ryan McGraw dar, was es bedeutet, ein Christ zu sein, und zwar in Bezug auf das, was man glaubt, was man erlebt und was man tut – ein vollwertiges Christentum mit Kopf, Herz und Händen. Wenn du dich fragst, was es bedeutet, Jesus Christus nachzufolgen, wenn du mit der Frage ringst, ob du wirklich errettet bist; wenn du als Christ wachsen willst, indem du zu den Grundlagen zurückkehrst, oder wenn du anderen diesbezüglich helfen willst, findest du hier einfache und klare Antworten aus der Heiligen Schrift.

Zum Buch


 

Vorwort zum Buch

Wir leben in einer Zeit, wo es schwierig erscheint, einen wahren Christen zu definieren. Die Welt sagt: »Jeder, der in die Kirche geht, ist ein Christ.« Natürlich trifft es zu, dass Christen in die Kirche gehen, und es ist auch unmöglich für einen wahren Christen, nicht regelmäßig zum Gottesdienst zu gehen. Der Kirchgang an sich macht allerdings noch keinen Christen aus. 

Andere meinen: »Ein Christ ist jemand, der ein gutes und moralisches Leben führt.« Ganz gewiss werden wahre Christen sich um ein gutes, moralisches Leben bemühen. Aber sie wissen auch, dass sie dadurch niemals zu Christen wurden. In unserer Gesellschaft gibt es viele Menschen, die sich bemühen, ein moralisches Leben zu führen, aber sich niemals als Christen bezeichnen würden. Die Heilige Schrift ist ziemlich eindeutig darin, dass selbst die besten Taten eines Menschen nicht ausreichen, um von Gott angenommen zu werden. Wahre Christen wissen, dass in den Augen Gottes »alle unsere Gerechtigkeit wie ein beflecktes Kleid« ist (Jes. 64,5). 

Wahres Christentum ist viel mehr, als nur zur Kirche zu gehen, getauft und ein Mitglied einer Ortsgemeinde zu sein, ein moralisches Leben zu führen und sich vom Bösen fernzuhalten. Es ist auch viel mehr als eine bloße Religion. Der Unterschied zwischen selbstgemachter Religion und dem wahren Christentum – so wie die Heilige Schrift es uns beschreibt – besteht darin, dass sich das Christentum auf ehrliche Weise dem stellt, was und wer Gott ist und was der Mensch ist. 

Der Gott der Bibel, der dreieinige Gott, ist ein heiliger und gerechter Gott. In Seiner unendlichen Weisheit schuf Er durch Sein Wort das ganze Universum und alles Lebende. Als die Menschen in Sünde fielen, musste Gott sie in Seiner Heiligkeit aus Seiner Gegenwart vertreiben. Durch den Sündenfall ist die menschliche Natur völlig verdorben, und sie kann sich selbst nicht davon befreien. Das ist der Grund, warum alle Religionen mit ihren Bemühungen immer scheitern. 

Das wahre Christentum ist die Antwort Gottes auf die Sünde der Menschheit und ist deshalb die einzige Lösung. Ich behaupte das, weil das Evangelium von Jesus Christus die einzige Hoffnung für unsere Welt ist. Alles, was Menschen versucht haben, ist gescheitert. In der Philosophie oder in der Politik werden Menschen keine Hoffnung finden; jede Religion, auch die Kirche, ist unfähig, den Menschen eine sichere Hoffnung zu geben. Die einzige Hoffnung ist das Evangelium der freien Gnade Gottes in Jesus Christus, welches allen Menschen Rettung bringt, die aufrichtig Buße tun und an den wahren Sohn Gottes glauben. Unsere Welt und selbst unzählige Menschen, die sich Christen nennen, kennen das Evangelium und das wahre Christentum nicht. Doch es ist immer noch die einzige Hoffnung für sie. Es ist daher dringend notwendig, dass wir uns fragen, was ein wahrer Christ ist. 

In diesem kleinen Buch erklärt Ryan McGraw anhand der Heiligen Schrift, was es bedeutet, ein Christ zu sein, und zwar in Bezug auf das, was man glaubt, was man erlebt und wie man handelt – ein ganzheitliches Christentum mit Kopf, Herz und Händen.

Ich glaube, dass viele Gemeindeglieder völlig unsicher darin sind, ob sie wirklich errettet sind, dass aber andere, die sich Christen nennen, gar nicht wirklich wissen, was einen Menschen zum Christen macht. Sie haben die Auffassung, die christliche Botschaft sei letzten Endes nichts als eine Lehre darüber, wie wir unser Leben untereinander in Frieden führen können: arbeiten, um glücklich zu sein, und dann das Leben genießen. Die meisten interessieren sich wenig für das Alte Testament, und mit der Lehre des Apostels Paulus über die Rechtfertigung können sie auch nichts anfangen. Sie haben auch kein biblisches Verständnis von der Gemeinde Jesu und deren Auftrag in dieser Welt. Stattdessen legen sie großen Wert auf ethische Lehre. Sie sagen: »Man braucht nicht ständig die Bibel zu lesen, regelmäßig die Gemeinde zu besuchen, sondern nur die allgemeinen Prinzipien zu verstehen und sie in die Tat umzusetzen.« Das ist aber eine völlig falsche Vorstellung vom Christentum, nicht wahr?

Wenn wir also wissen wollen, was ein Christ wirklich ist, was er glaubt und warum er sich völlig von der Welt unterscheiden muss, dann kommen wir nicht darum herum, die Antwort in der Heiligen Schrift zu suchen, die die Quelle der Wahrheit und die einzige Autorität für alle wichtigen Lebensfragen ist.

Mein Gebet ist, dass der Heilige Geist durch dieses kleine Buch jedem Leser die Gewissheit gibt, ob er wirklich ein wahrer Christ ist oder nicht. Und wer sich seiner Errettung nicht gewiss ist, der möge überführt und zur Buße und zum Glauben geleitet werden. Und jeder, der durch die Gnade Gottes ein Nachfolger Jesu geworden ist, möge zu den Grundlagen des Glaubens gelangen, um in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn zu wachsen. 

Das Streben eines wahren Christen sollte sein, Jesus Christus ähnlich zu werden – und das mehr und mehr, bis zu unserem letzten Atemzug. Und je mehr wir Ihm ähnlich werden, umso unähnlicher werden wir dann all denen sein, die keine Christen sind. So zeichnet sich das wahre Volk Gottes aus!

 

Blog

Was ist ein Christ?

Lesezeit: 5 min