Gott in einer Krippe

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Diese Welt lässt Jesus Christus gern das Kindlein in der Krippe sein, ist aber nicht gewillt, Ihn das sein zu lassen, was Er ist, nämlich: der allerhöchste König und Herr!

An »Weihnachten« geht es nicht um die Kindheit des Heilands, sondern um Seine Gottheit! 

Was bedeutete es für Gott, in einer Krippe geboren zu werden? Wie könnte man es erklären, dass der Allmächtige sich so erniedrigt hat, dass Er ein kleines Kindlein wurde? Es war ohne Zweifel die größte Demütigung, die die Welt bis dahin je gesehen hatte oder je sehen wird! Unser Verstand kann nicht einmal erahnen, was damit alles verbunden war, dass Gott Mensch wurde. Wir werden es nie begreifen, warum Er, der unendlich reich war, arm wurde, menschliche Natur annahm und in eine Welt kam, von der Er wusste, dass sie Ihn verwerfen und töten würde. 

Auch kann niemand erklären, wie Gott ein kleines Kind werden konnte. Und doch: Es geschah so! Ohne Seine göttliche Natur abzulegen oder Seine Gottheit in irgendeiner Weise zu verringern, wurde Er als ein kleines Kindlein in unsere Welt hinein geboren.

Er war uneingeschränkt Mensch geworden, mit allen Bedürfnissen und Gefühlen jedes Menschen. Aber auch uneingeschränkt Gott – allwissend, allmächtig. Wie kann denn beides zutreffen? Ich weiß es nicht! Die Bibel lehrt dies jedoch eindeutig! In einem gewissen Sinn hat Jesus freiwillig die uneingeschränkte Anwendung Seiner göttlichen Eigenschaften beiseitegelegt. Er gab nicht auf, Gott zu sein, sondern Er gab freiwillig den unabhängigen Gebrauch Seiner göttlichen Vorrechte und Seiner Macht auf. Es gefiel Ihm, Seinen Willen dem Willen Seines Vaters unterzuordnen. In alledem blieb Er aber uneingeschränkt Gott.

Die Bibel zeigt uns deutlich, wer Jesus war. Das Johannesevangelium beginnt mit der klaren Aussage, dass Jesus Gott ist: »Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist.« Wer ist »das Wort«, von dem diese Verse reden? Vers 14 lässt uns da keinen Zweifel: »Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen Seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.« 

Die biblischen Aussagen sind überwältigend klar darin, dass in diesem Kind in der Krippe Gott im Fleisch gekommen war. Ein Beispiel dafür ist Seine Allwissenheit: Jesus »kannte [alle] und [hatte] es nicht nötig, dass jemand von dem Menschen Zeugnis gab; denn Er wusste Selbst, was im Menschen war« (Johannes 2,25). Nathanael war erstaunt, als er entdeckte, dass Jesus alles über ihn wusste, bevor er Ihm je begegnet war. Das war genug, um ihn davon zu überzeugen, dass Jesus der Messias ist. In Johannes 4 lesen wir von einer samaritischen Frau, die Jesus am Jakobsbrunnen traf, und von der Er ebenso alles wusste. 

Und darüber hinaus tat Er die Werke Gottes. Er sagte: »Glaubt Mir, dass Ich im Vater bin und der Vater in Mir ist; wenn nicht, so glaubt Mir doch um der Werke willen!« (Johannes 14,11).  Die Werke Jesu sind ein überzeugender Beweis für Seine Gottheit. Er begann Seinen wunderbaren Dienst mit einer einfachen Tat – Er schuf Wein auf einer Hochzeit in Kana. Nur Gott kann etwas erschaffen. Darüber hinaus heilte Jesus Menschen, die hoffnungslos krank waren. Er gab einem Blinden das Augenlicht. Er öffnete Ohren, die noch nie gehört hatten. Er heilte verkümmerte Glieder. Er schuf genug Brot und Fische, um Tausende zu speisen. Er weckte Tote auf. Einem gebot Er einfach, aus dem Grab hervorzukommen. 

Jesus Christus ist König aller Könige und Herr aller Herren. Und Gott sagt, dass Er Seinen Sohn »zum Erben aller Dinge eingesetzt hat«. Er ist der, durch welchen die Welt gemacht wurde. Somit ist Christus also nicht nur der Erbe der Schöpfung, sondern Er war auch zu Anfang schon der Ausführende des Werkes der Schöpfung – die Person der Trinität, durch welchen und für welchen sie gemacht wurde. 

Das Lamm Gottes 

Wer war dieses Kindlein in der Krippe? Gott! Und warum wurde Gott Mensch, und warum wurde Er in solcher Niedrigkeit geboren, und warum erlaubte Er Menschen, Ihn so zu behandeln? Jesus ist doch »vor allem« und »der Anfang« – warum ließ Er sich so sehr herab, als Kindlein zur Erde zu kommen, Sich derart misshandeln zu lassen und einen solch grausamen Tod zu sterben? Der Apostel Paulus gibt uns die Antwort eindeutig: »Denn es gefiel [Gott], in Ihm alle Fülle wohnen zu lassen und durch Ihn alles mit sich Selbst zu versöhnen, indem Er Frieden machte durch das Blut Seines Kreuzes« (Kolosser 1,19-20a).

Er tat es, um Frieden zu schaffen zwischen Gott und den Menschen. Wir alle haben gesündigt, und wir sündigen oft. In Römer 3 heißt es: »Es ist keiner gerecht, auch nicht einer… denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten.« 

Gott hasst Sünde und muss ihr mit Seinem Zorn begegnen. Die Bibel sagt: »Gott ist ein gerechter Richter und ein Gott, der täglich zürnt« (Psalm 7,12). Die Menschen reagieren darauf nur mit mehr Hass, Rebellion oder Gleichgültigkeit gegen Gott: »Es ist keine Gottesfurcht vor ihren Augen.« Die einzig mögliche Antwort eines heiligen Gottes auf unsere Sünde ist mehr, als wir ertragen können, denn »der Lohn der Sünde ist der Tod«. »Wenn man nicht umkehrt, so schärft Er Sein Schwert, hält Seinen Bogen gespannt und zielt«, lesen wir in der Bibel.

Nur Jesus Christus konnte jemals diesen Konflikt lösen, da Er allein zugleich Gott und Mensch ist. Er lebte als Mensch, jedoch ohne Sünde, versucht in jeder Weise gleichwie die Menschen, damit Er unser barmherziger Hoherpriester sein konnte.

Gott ist gerechterweise zornig über die Sünde der Menschen. Und doch liebt Er uns so sehr, dass Er Seinen Sohn gab, um auf Erden zu leben, am Kreuz zu sterben, unsere Sünden an Seinem eigenen Leib zu tragen und so die volle Wucht des Zornes Gottes zu erleiden – ein Los, das uns gerechterweise hätte treffen müssen. Er bezahlte die Strafe für alle, die an Ihn glauben und stellte wieder Frieden her zwischen Menschen und Gott. Es gab keinen anderen Weg als diesen.

Das Kind in der Krippe ist mehr als nur ein zarter Knabe. Er ist das Bild Gottes und der Erstgeborne Gottes. Er kam in einem menschlichen Leib, damit Er in diesem Leib die Sünden der Welt tragen konnte. Er machte das Geschenk Gottes möglich, nämlich ewiges Leben. Das ist die gesamte »Weihnachtsbotschaft«.


Ein Auszug aus dem Buch/Hörbuch:

Gott in einer Krippe

Weihnachten ist eine Zeit wahrer Freude, doch die wahre Freude entsteht da, wo man erkennt, was Weihnachten wirklich ist, und wo man Den kennt, dessen Geburt wir feiern – Jesus Christus.

Warum die Menschwerdung Gottes für uns die wichtigste Botschaft ist, die die Welt jemals gehört hat, und wie sie unser Leben völlig verändern kann, erklärt John MacArthur in diesem Buch.

Es ist eine herrliche Weihnachtslektüre für die ganze Familie und ein wertvolles Geschenk für Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen und besonders für die, die noch nicht wissen, warum Jesus in diese Welt kam.

 

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Gott in einer Krippe

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