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Thema: Gebet

Wie kannst du mit deinen Bitten zu Gott kommen?

Das Christenleben kann mit einem Segelschiff verglichen werden. Gottes Gebote entsprechen dem Ruder, das die Richtung des Schiffes bestimmt. So wichtig dessen Vorhandensein auch ist – das Schiff kann sich erst bewegen, wenn ein starker Wind aufkommt und die Segel füllt. Worin besteht der starke Wind im Christenleben, und durch was wird ein Christ vorangetrieben?

DIE KRAFTQUELLEN

Für dich als Christ ist die wichtigste Kraftquelle das Wort Gottes, durch das der Heilige Geist dir das Licht schenkt und dich im Glauben stärkt: »Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens. Und kein Geschöpf ist vor Ihm verborgen, sondern alles ist enthüllt und aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben« (Hebr. 4,12-13).

Eine weitere Kraftquelle ist das Gebet, durch das du vor den Thron Gottes gelangst, um die Barmherzigkeit und Gnade zu empfangen, die du brauchst, um weiter voranzukommen. »Sorgt euch um nichts; sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden« (Phil. 4,6).

Und die dritte Kraftquelle ist die Gemeinschaft unter den Gläubigen in der Gemeinde und die daraus resultierende Ermutigung und Ermahnung. Das hast du sicher nötig! Die Heilige Schrift sagt uns: »Ermahnt einander vielmehr jeden Tag, solange es ›Heute‹ heißt, damit nicht jemand unter euch verstockt wird durch den Betrug der Sünde!« (Hebr. 3,13).

Diese Hilfsmittel, die dir in Christus zur Verfügung stehen, nutzt Gott also, um dein »Segelschiff« voranzubringen. Sein Wort, Gebet und Gemeinschaft – das alles zusammen ist der Wind, der deine Segel füllt und dir die Kraft gibt, den Kurs zu halten, den Gott festgelegt hat.

In Seinem heiligen, inspirierten Wort wirst du daran erinnert, dass du dich Gott mit Zuversicht nahen darfst (Hebr. 7,19; Eph. 3,12); doch das ist nur möglich, weil sich Jesus Christus Selbst für Sein Volk geopfert hat, und weil Er auferstanden und zum Vater aufgefahren ist und uns jetzt als unser Hohepriester vertritt. »So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!« (Hebr. 4,16).

Was bedeutet es, sich dem Thron der Gnade zu nahen? Es bedeutet, durch das Opfer Jesu Christi und Seine gegenwärtige Fürsprache im Gebet zu Gott zu kommen, zum König aller Könige.

WIE SOLLTE DEINE HALTUNG SEIN, WENN DU VOR GOTT TRETEN WILLST?

Erstens musst du in demütiger Ehrfurcht vor den Thron des Himmels kommen. Dort ist kein Platz für Stolz oder Eitelkeit. Wenn deine Augen sehen könnten, wie groß unser Herr ist, dann würdest du vor Seiner gewaltigen Majestät erzittern!

Zweitens solltest du mit großer Freude kommen. Und warum? Wegen der Gnade, die dir durch dieses hohe Privileg zuteilwurde. Was hättest du von deiner Natur her anderes verdient, als aus der Gegenwart Gottes verbannt zu werden?! Stattdessen findest du dich als Sein begnadigtes Kind von Ihm angenommen, um all deine Bitten dem König des Himmels und der Erde zu überbringen.

Als nächstes sollten deine Gebete größere Erwartungen enthalten, wie es der Macht und Freundlichkeit des Königs, zu dem du kommst, angemessen ist. Damit muss natürlich die Unterwerfung unter Seine Weisheit und Seinen Willen verbunden sein. Der Apostel Paulus erinnert uns, dass Gott »weit über die Maßen mehr zu tun vermag als wir bitten oder verstehen, gemäß der Kraft, die in uns wirkt« (Eph. 3,20). Als Christ ehrst du unseren Herrn, wenn du mit großen und bedeutungsvollen Bitten vor Ihn kommst, aber auch mit der Zufriedenheit über das, was Er Seinem souveränen Willen gemäß beschließt. Im Glauben nimmst du gerne an, was Er dir geben will, wohl wissend, dass Er alles zu deinem Besten geschehen lässt (Röm. 8,28).

Schließlich – und das ist sehr wichtig – solltest du mit Zuversicht zu Gott kommen. Du kommst mit der Gewissheit, dass du von Ihm wohlwollend aufgenommen wirst; mit der Gewissheit, dass du freimütig mit Ihm sprechen darfst; mit der Gewissheit, dass Sein Thron ein Thron der Gnade dir gegenüber ist. Warum? Wegen des Hohenpriesters, der uns vorausgegangen ist, uns durch Sein Blut den Zugang gesichert hat und täglich für uns Fürbitte einlegt.

DER SCHLÜSSEL ZU FREIMÜTIGEM GEBET

Der Schlüssel zu freimütigem Gebet ist, oft zu beten, offenherzig zu beten, mutig, unbefangen und mit Herzensfreude zu beten, in der Gewissheit, dass du in die Gerechtigkeit Jesu Christi gekleidet vor Ihn kommst, mit Seinem kostbaren Blut erkauft bist und durch Seine mitfühlende Fürsprache erwartet wirst. Das ist das Geheimnis eines lebendigen und glücklichen Gebetslebens.

Und weil Sein Thron für dich ein Thron der Gnade ist, zu dem du kommen darfst, ist Gott bereit, deine Bitten zu erhören. Er freut sich, deine Anliegen zu erfüllen und dir die Kraft zu geben, in Prüfungen auszuharren. Du muss also keine Angst davor haben, Gott um etwas zu bitten – du, der du so dringend auf Seine Hilfe angewiesen bist.

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