Sie preisen sie glücklich

5 April, 2022

Kategorie: Erbauung

Thema: Ehe, Ehefrau

Sie preisen sie glücklich



Die kulturellen Strömungen unserer Gesellschaft wirbeln um uns herum. Wenn wir uns von den derzeitigen Weltanschauungen mitreißen lassen, können wir uns zweier Dinge sicher sein: Es wird uns an Zufriedenheit fehlen, und die Trends werden sich auch wieder ändern. Es gibt einen besseren Weg. Liebe Schwestern, man mag uns als »unzeitgemäß« bezeichnen, aber der ursprüngliche Plan unseres Schöpfers ist immer noch sehr gut. Je mehr wir ihn annehmen, desto mehr Segen werden wir ernten.

Lasst uns die Rolle der Ehefrau und Mutter untersuchen. Wir wollen einen Blick auf das große Ganze werfen, aber wir wollen uns auf unsere eigene Verantwortung konzentrieren. Wir wollen nicht fragen: »Erfüllt mein Mann seinen Teil?«, sondern wir wollen fragen: »Wie kann ich unsere Ehe bereichern, indem ich meinen Teil dazu beitrage?«

Einige Grundprinzipien werden uns motivieren, Gottes Willen zu befolgen. Von Anfang an war Adam das Haupt seiner Frau Eva. Sie war seine »Gehilfin …, die ihm entspricht« (1.Mo. 2,18), und sie waren beide glücklich. Nachdem die Sünde in die Welt gekommen war, widersetzte sich Eva Adams Führung. Das ist auch unsere natürliche Neigung. Aber es gibt eine gute Nachricht: So wie Jesus Christus Seine Gemeinde liebend erlöst hat, ist dein Mann dazu berufen, dich als seine Braut zu lieben, zu versorgen und sich für dich hinzugeben (Eph. 5,22-33). Du reagierst darauf, indem du deinen Mann ehrst und dich ihm unterordnest, so wie es die Gemeinde gegenüber Christus tut.

Wir müssen aus dem Geist Gottes geboren sein, damit dieser wunderbare Plan gelingt. Ohne den Heiligen Geist können wir es einfach nicht schaffen. Der Geist pflanzt die Liebe zu Gott und zu unserer Familie in unsere Herzen. Wir schöpfen Kraft, Weisheit, Geduld und all das, was wir brauchen, wenn wir Zeit mit Gott verbringen, indem wir täglich die Heilige Schrift lesen und beten. Dann geben wir uns unserer Familie hin.

Du bist aufgerufen, deinen Mann zu ehren. Das beginnt in deinem Herzen und überträgt sich auf deine Worte, deinen Tonfall und dein Handeln. Versetze dich in seine Welt, indem du Fragen zu seiner Arbeit und seinen Interessen stellst. Teile ihm deine geistlichen Gedanken und deine Empfindungen mit. Danke ihm dafür, dass er hart arbeitet und für eure Familie sorgt. Wenn ihr nicht einer Meinung seid, besprecht die Probleme unter vier Augen. Setze ihn nicht mit deinen Worten oder deinem Gesichtsausdruck herab. Respektiere seine Ansichten im Umgang mit den Kindern. Mach ihm privat und öffentlich Komplimente. Weise auf seine positiven Charaktereigenschaften hin. Dein Mann wird deine Liebe und Wertschätzung spüren, und das wird euch enger zusammenschweißen.

»Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter als dem Herrn« (Eph. 5,22). Es ist Gottes Plan für die Ehe, dass wir uns unseren Ehemännern bereitwillig unterordnen, so wie sie sich Gott unterordnen und Seinem Willen und Seinem Wort gehorchen. Unser Herr Jesus hat uns ein Vorbild gegeben, indem Er sich dem Vater unterordnete. Gott hat Männer und Frauen mit erstaunlichen, einander ergänzenden Unterschieden geschaffen – sowohl emotional, als auch körperlich und geistig. So wie unsere Körper zusammenpassen, wenn wir uns einander in der Ehe hingeben, so passt auch unser Leben im Alltag zusammen. Wir gehören zueinander. Sowohl die körperliche Intimität als auch das tägliche Leben verbinden uns zu einer Einheit. Wir sind gleichwertig, aber wir haben unterschiedliche Rollen. Wir sind ein Team. Wir setzen unsere Gaben und Fähigkeiten zum Wohle unserer Familien ein. Wir besprechen die Probleme; aber wenn wir uns nicht einig sind, hat Gott den Ehemann zum Entscheidungsträger bestimmt. Er führt, wir folgen. Schwestern, lasst uns danach streben, die Frau zu sein, auf die sich ihr Mann verlässt, dass sie ihm alle Tage ihres Lebens Gutes erweist (Spr. 31,11-12).

Aber was ist, wenn du in einer schwierigen Ehe lebst? Dein Mann ist vielleicht ein Ungläubiger – oder ein Gläubiger mit einem schwierigen Charakter. Du hast die harte Aufgabe, den Königsweg des Gehorsams gegenüber Gott zu gehen. Du darfst Sünde nicht zulassen oder gar mitmachen. Du musst keinen Missbrauch erdulden. Aber zeige ihm auf jede andere mögliche Weise Liebe, Ehrerbietung und Unterordnung. Bete viel und erwarte, dass Gott deine Freundlichkeit und dein gottesfürchtiges Verhalten zu seiner Bekehrung und seinem Wachstum in der Gnade einsetzt (siehe 1.Pt. 3,1-2).

Gott hat uns speziell dafür ausgerüstet, unsere Kinder zu gebären, sie zu nähren und zu versorgen. Die Liebe einer Mutter wird mit der Liebe Gottes verglichen (Jes. 49,15; 66,13). Wir sollten unsere mütterlichen Fähigkeiten schätzen und die Gelegenheit wahrnehmen, unsere Kinder die Furcht und Liebe Gottes zu lehren (5.Mo. 6,4-7). Eine Hausfrau zu sein, ist wichtig und ehrenvoll. Kindererziehung kann man mit Goldwaschen vergleichen. Wir wühlen uns durch viel Schmutz und Unrat, um die Goldklumpen am Boden der Waschpfanne zu finden; es braucht viel geduldige Lehre und Zurechtweisung, um unsere Kinder zur Gottesfurcht zu erziehen. Gottesfürchtige Kinder sind die Bausteine der Gemeinde und der Gesellschaft.

Eine gottesfürchtige Ehefrau und Mutter zu sein, ist ein Privileg und ein Segen. Zweifelst du daran? Fühlt sich die Frau aus Sprüche 31 etwa unterdrückt? Nein. Sie ist erfüllt. Sie dient ihrer Familie, indem sie kocht, putzt, näht, Waren einkauft, Produkte verkauft, Land kauft und Gartenarbeit betreibt. Sie hilft den Bedürftigen. Sie ist freundlich, stark, weise, fleißig, treu und tugendhaft. Aber manche mögen entgegnen, dass sie nur gibt; das klingt ziemlich deprimierend. Weit gefehlt. Die Menschen um sie herum loben sie, und das Beste ist: »Ihre Söhne wachsen heran und preisen sie glücklich; ihr Mann rühmt sie ebenfalls« (Spr. 31,28). Preist Gott für eure hoch privilegierte Stellung und Berufung und freut euch darüber!


Zuerst erschienen in Tabletalk

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Sie preisen sie glücklich

von Lucas Derksen Lesezeit: 4 min