So leben, dass Gott geehrt wird

Kategorie: Artikel
Thema: COVID-19 , Gemeinde

Autor: Niko Derksen

»Geliebte, ich ermahne euch als Gäste und Fremdlinge: Enthaltet euch der fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten; und führt einen guten Wandel unter den Heiden, damit sie da, wo sie euch als Übeltäter verleumden, doch aufgrund der guten Werke, die sie gesehen haben, Gott preisen am Tag der Untersuchung« (1.Pt. 2,11-12).

Wir leben in einer Gesellschaft, die Stolz zu einer Tugend erhoben hat. Ichbezogenheit, Selbstwertgefühl, Gesundheit, eigene Freiheit und persönliche Würde sind Dinge, die in unserer Welt zählen. Gleichzeitig werden viele moralische Werte verworfen, und unmoralische Denkweise wird gefördert. Mit anderen Worten, wir sehen in unserer Gesellschaft das, was die Heilige Schrift über menschliche Verdorbenheit sagt: »Das Trachten des menschlichen Herzens ist böse von seiner Jugend an« (1.Mo. 8,21).

Was uns aber noch mehr Sorge bereitet, ist, dass die Gemeinde Jesu sich für viele weltliche Denkweisen geöffnet hat. Seit März 2020 herrschen unter den Christen heftige Kontroversen darüber, wie die Gemeinde auf die von der Regierung verordneten COVID-Beschränkungen reagieren soll. Wenn die Gemeinde vor Angst in die Knie geht, verliert sie die geistliche Kraft und jede Glaubwürdigkeit.

Wahre Christen sind Gäste und Fremdlinge in dieser Welt. Sie ist nicht unser Zuhause, und wir suchen hier keine Anerkennung. Aber wie könnten wir uns als Christen hier der Obrigkeit bedingungslos unterordnen, wenn wir gleichzeitig unserem Herrn in Treue dienen wollen? Nun, wir können Ihm ganz sicher nicht dienen, wenn wir aus Angst Kompromisse schließen und unsere heilige Pflicht, uns als ganze Gemeinde zu versammeln, vernachlässigen. Wir müssen Gottes Absicht in dieser Welt und den Auftrag Jesu an die Gemeinde – nämlich die Verkündigung der Botschaft über Sünde und Errettung – ernst nehmen. Wir predigen Sein Wort, und Gott wird in Seiner Allmacht Menschen erlösen und aus der Welt herausrufen. Gottes Absicht ist es, solche zu erretten, die wirklich über ihre Sünden Buße tun und dem Evangelium glauben. 

Liebe Geschwister, Gottes Absichten werden sich immer erfüllen, auch wenn Menschen sich Ihm entgegenstellen. Die Heilige Schrift verheißt uns, dass Gottes Gnade mitten in die tiefste menschliche Verderbtheit hineinreicht, Heil bringt und uns lehrt, »besonnen und gerecht und gottesfürchtig [zu] leben in der jetzigen Weltzeit« (Tit. 2,12). Selbst inmitten eines verkehrten und verdrehten Geschlechts gibt es eine große Hoffnung für Menschen, die Gott wirklich lieben. Denn der Herr kennt die Seinen, und sie hören auf Seine Stimme und folgen Ihm treu nach. Christus Selbst verwendet sich für Seine Auserwählten – für Menschen, die nicht von dieser Welt sind, so wie Er nicht von dieser Welt war und ist. 

Mein ernstliches Gebet ist es, dass einzelne Christen, die unsere Bücher, Magazine und Blog-Artikel lesen, dazu ermutigt werden, weltliche Werte abzuweisen. Mögen sie stattdessen besonnen, gerecht und gottesfürchtig sein und als wahre Christen so leben, dass Gott in dieser Welt geehrt wird! 

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