Jesus im Römerreich

Der Weg der Gemeinde Jesu in den ersten vier Jahrhunderten

Zu dem Verfasser

Erich Schnepel wurde 1893 in Felsberg bei Kassel geboren und wuchs in Kassel auf. Als Abiturient fand er zum Glauben an Christus und studierte bis kurz vor Ausbruchs des Ersten Weltkriegs Theologie in Tübingen. Nach dem Krieg, in dem er als Offizier diente, wurde Schnepel 1918 Missionsinspektor der Berliner Stadtmission und evangelisierte unter den Arbeitern im Osten Berlins. Im »Dritten Reich« schloss er sich der Bekennenden Kirche an. Im Zweiten Weltkrieg wurde Schnepel erneut als Offizier eingezogen. Nach Kriegsende war er bis zu seiner Pensionierung 1956 Pfarrer in Großalmerode bei Kassel. Er starb 1986.

Über dieses Hörbuch

Erich Schnepel zeichnet in seiner Ausarbeitung den Weg nach, den die Gemeinde Jesu im Römischen Reich während der ersten vier Jahrhunderte nahm. Es ist ein Weg des Leidens und des Triumphs zugleich: Die Nachfolger Jesu erduldeten um des Evangelium willen die schlimmsten Leiden bis in den Tod, und – so erstaunlich es klingen mag – gerade dadurch triumphierten sie, wie der Herr verheißt: »Sei getreu bis in den Tod, und ich werde dir den Siegeskranz des Lebens geben« (Offb 2,10). Auch blutiger Staatsterror vermochte die Gemeinde Jesu nicht auszurotten. Durch seine innere Kraft überwand das Christentum das Heidentum, das der Macht des Evangeliums nichts entgegenzusetzen hatte. – Aus genau diesem Grund verboten die Nationalsozialisten die Bücher Jesus im Römerreich und seinen Folgeband Jesus im frühen Mittelalter sofort nach ihrem Erscheinen 1939. Der Verfasser schrieb dazu: »Durch diese Darstellung … wurde die damals herrschende Weltanschauung und Geschichtsdarstellung völlig durchkreuzt. Das war auch die Absicht des Buches« (aus dem Vorwort zur 4. Auflage von Jesus im frühen Mittelalter, 1978).

Aber auch Fehlentwicklungen und Abweichungen vom biblischen Glauben blendet der Autor nicht aus, sondern nennt sie deutlich beim Namen und stellt ihnen das biblische Vorbild wahren Christentums entgegen. Er regt dadurch immer wieder zur kritischen Selbstprüfung an. So dürfen wir gleich einen mehrfachen Nutzen aus dieser Ausarbeitung ziehen: Informationen über die Kirchengeschichte, knappe und klare Darstellung des biblischen Glaubens, Warnung vor dem Abweichen hiervon sowie Ermutigung, dem Herrn Jesus allezeit treu zu sein.

Joachim Schmitsdorf

Vorwort des Autors

In unserem Zusammenleben in der Stadtmissionsgemeinde Berlin-Ost wurde deutlich, dass viele für ihre Diskussionen in Betrieb, Büro und Familie eine gründliche Kenntnis der Geschichte der Gemeinde Jesu brauchten, um auf Fragen Antwort geben und manchem den Weg zu Christus freimachen zu können. Darum haben wir viele Jahre gründlich den Werdegang der Gemeinde Jesu kennenzulernen versucht. Dieses Studium half zugleich vielen Männern und Frauen des Berliner Ostens, auf dem Weg zu einer selbständigen Urteilsbildung voranzukommen, um die jeweiligen Geistesströmungen beurteilen zu können, mit denen sie zusammentrafen. Schließlich hat fast jede Bewegung ihre Vorläufer in der Geschichte und viele typische Fragestellungen wiederholen sich im Lauf der Jahrhunderte. An diesen Geschichtsvorträgen beteiligten sich in der Regel 300 bis 400 Männer und Frauen aus dem Berliner Osten. Durch kleine Arbeitsgemeinschaften suchten wir fest zu verankern, was in den Vorträgen gelernt worden war.

Dies Buch soll ein knapper Auszug aus dieser Arbeit sein. Es geht darum, die wesentlichen Grundlinien so einfach und klar auszusprechen, dass jeder, der selbst in der Gemeinde Jesu und in der Bibel zu Hause ist, sie ohne weitere Vorbildung verstehen kann, um dadurch selbst neue Einblicke in das Wesen der Christusgemeinde zu gewinnen und in seinen Dienst für Christus manchem Menschen die Bahn zu Jesus freimachen zu können. Zugleich hoffe ich, dass durch das Studium der Geschichte der Gemeinde Jesu solche, die heute noch glauben, Gegner Jesu sein zu müssen, den tiefgreifenden Unterschied zwischen dem wahren Christus und den mannigfachen falschen Christentümern sehen und dadurch den Weg zu Jesus selbst finden.

Berlin, im Herbst 1936
Erich Schnepel

 

Dieses Hörbuch vermittelt Grundwissen im Bezug auf das Zentrum des biblischen Glaubens und empfiehlt sich daher als Pflichtlektüre nicht nur für Prediger, Lehrer und Hirten, sondern für jeden Bibelleser.

Blog

Jesus im Römerreich

Lesezeit: 3 min