Kämpfe den guten Kampf des Glaubens

Kategorie: Artikel

Autor: Niko Derksen

Alles bewegt sich, vieles verändert sich. Menschen sind verunsichert, und wir fragen uns, was noch alles auf uns zukommen wird. Womit sollen wir rechnen, wo können wir Halt finden? Das alles betrifft nicht nur die Ungläubigen; auch viele Christen sind verunsichert. Gemeinden spalten sich, viele verlassen ihre Gemeinden; ein Bruder steht gegen einen anderen auf, Pastoren geben ihre geistlichen Positionen und ihre Richtung auf, einige streben danach, bekannt und beliebt zu werden, und manche fragen sich: Wo ist nun die Braut Christi, die rein und unbefleckt ist? Warum sind so viele kompromissbereit, und wo bleibt die Einigkeit in der Wahrheit?

Liebe Brüder und Schwestern, wenn sich auch vieles verändert – die biblische Wahrheit ändert sich nicht, nur weil einige ihren Standpunkt und ihre Richtung geändert haben. Wenn viele auch den Kampf um die Wahrheit aufgeben und stattdessen in menschliche und politische Kämpfe verwickelt sind – wahre Christen sind verpflichtet, ihr ganzes Denken an der Wahrheit auszurichten. 

Die Gemeinde Jesu darf sich niemals ohne triftigen Grund auf Kontroversen und Konflikte einlassen. Doch in jeder Generation hat sich der Kampf um die Wahrheit letztlich als unvermeidbar erwiesen, weil die Feinde des Kreuzes niemals nachgeben. Die Wahrheit steht immer unter Beschuss. Und es ist in der Tat eine Sünde, nicht dagegen anzukämpfen, wenn biblische Wahrheiten angegriffen oder verwässert werden.

Wir erleben heute falsche Darstellungen der Heilslehre, der Gemeindelehre, ein falsches Verständnis der biblischen Prophetie und der Endzeitlehre. Wie in der Zeit der Apostel Gemeinden von Feinden des Evangeliums unterwandert wurden, so auch in unserer Zeit. Treue Christen sind deshalb verpflichtet, auch innerhalb der Gemeinde wachsam zu sein. Die Wahrheit steht unter Beschuss, und zu wenige mutige Christen sind bereit, den wahren Kampf aufzunehmen. Viele kämpfen zwar, aber womöglich einen falschen Kampf. 

Paulus schreibt: »Denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut« (Eph. 6,12). Und zu Timotheus sagt er: »Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, zu dem du auch berufen bist« (1.Tim. 6,12). Wie kämpfte Paulus? Er predigte, er lehrte, er kämpfte um die Reinheit der Gemeinde und konnte sagen: »Denn ich habe nichts verschwiegen, sondern habe euch den ganzen Ratschluss Gottes verkündigt« (Apg. 20,27). Doch er musste auch leiden und für das Evangelium ins Gefängnis gehen. Und am Ende seines Lebens sagt er: »Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt« (2.Tim. 4,7).

Wenn wir vor dem Richterstuhl Christi stehen, werden Gläubige unserer Generation ihre Trägheit nicht dadurch entschuldigen können, dass der Kampf um die Wahrheit nur eine lehrmäßige Auseinandersetzung sei, womit sie ja gar nichts zu tun gehabt hätten. In Offenbarung 2-3 werden Gemeinden zurechtgewiesen, weil sie falsche Lehren duldeten. Aber die Gemeinde von Ephesus wird ausdrücklich gelobt, weil sie falsche Apostel als Lügner entlarvt hatte (Off. 2,2).

Liebe Freunde, wir dürfen nicht aus dem Grund kämpfen, weil wir einen Kämpfergeist haben, oder weil wir einen Gegner haben, den wir überwinden wollen, sondern aus einer echten Liebe zu Christus, weil Er alles ist, was wir für wahr und wert halten, dass man dafür kämpft. Es ist mein Gebet und sehnlicher Herzenswunsch, dass der Herr noch in unserer Zeit durch das kraftvolle Evangelium und Seinen Geist eine Erweckung wirkt, in unseren Familien, Gemeinden und in unserem Land.


 

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Kämpfe den guten Kampf des Glaubens

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