Christus kam, um als König zu regieren

Kategorie: Andachten
Buch: Jesaja

Bibelstelle: Jesaja 9,5-6


Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf Seiner Schulter; und man nennt Seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst. Die Mehrung der Herrschaft und der Friede werden kein Ende haben auf dem Thron Davids und über Seinem Königreich, dass Er es gründe und festige mit Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird dies tun!

Eines der großartigen Themen der Bibel ist, dass Gott »König der ganzen Erde« ist (Ps. 47,8). Im ersten Loblied der Heiligen Schrift heißt es: »Der HERR herrscht als König für immer und ewig!« (2.Mo. 15,18). Der Gläubige betet: »Höre auf die Stimme meines Schreiens, mein König und mein Gott«, der solche Gebete hört und erhört, weil Er der »König der Herrlichkeit« und »der Held im Streit« ist (Ps. 5,3; 24,8). Am Ende der Bibel zeigt die Offenbarung eine große Schar von Gläubigen, die rufen: »Halleluja! Denn der Herr, Gott, der Allmächtige, hat die Königsherrschaft angetreten!« (Off. 19,6).

Ein weiteres großartiges Thema der Bibel ist, dass Gott einen menschlichen König einsetzt, der Sein Volk in Seinem Namen regiert. Von Gottes Bund mit Abraham (1.Mo. 17,6) bis zu Seinem Bund mit David (2.Sam. 7,12) verhieß Gott, Seinem Volk einen König zu geben, der über sie herrschen sollte. Selbst nachdem Babylon Jerusalem erobert und Sein Volk ins Exil geführt hatte, hielt Gott an der Verheißung fest, in der Linie Davids einen Hirtenkönig zu erwecken: »Ich will ihnen einen einzigen Hirten erwecken, der sie weiden soll, nämlich Meinen Knecht David; Der soll sie weiden, und Der soll ihr Hirte sein« (Hes. 34,23).

Letztlich ist Gott König; aber dieser König verheißt auch, einen menschlichen König zu senden, der in Seinem Namen regiert. In Jesaja 9,6-7 wird erklärt, dass diese beiden großartigen Wahrheiten in einer Person zusammenkommen werden. Dieser König ist ein Mensch, »denn ein Kind ist uns geboren« (Jes. 9,5). Er hat eine menschliche Mutter (Gal. 4,4). Er kommt in der Schwachheit eines Säuglings zur Welt. Er hat eine menschliche Abstammung, einen Stammbaum, der bis zu David zurückreicht, so dass Er das Recht hat, »auf dem Thron Davids« zu sitzen. Doch Gott ist immer noch »der Gott Davids«, und Sein Bund hat Bestand (Jes. 38,5; 55,3).

Wir brauchen einen menschlichen König, aber nicht um eine irdische Königsherrschaft aufzurichten, sondern um im geistlichen Reich Gottes zu regieren. Wir brauchen einen Hirten, der mit uns als Seinen Schafen durch das Tal der Todesschatten geht und uns an Sein Herz drückt (Ps. 23,1-4; Jes. 40,11). Unser König muss menschliche Hände haben, um uns die Tränen aus den Augen zu wischen, und eine menschliche Seele, die in unserem Kummer mit uns fühlt. Dieser König ist Jesus.

Dieser König ist aber auch Gott. Mit Worten und Sätzen, die wie Diamanten funkeln, offenbart Jesaja Seine göttlichen Eigenschaften: »wunderbar«, »mächtig«, »ewig«, »die Mehrung Seiner Herrschaft wird kein Ende haben«. Er ist auch der »starke Gott«. Jesaja stellt klar, dass »der starke Gott« »der HERR, der Heilige Israels« ist (Jes. 10,20-21). Dieser König ist Jahweh! 

So wie wir einen menschlichen König brauchen, brauchen wir auch einen göttlichen König. Wir brauchen einen König mit übernatürlicher Weisheit, der uns aus dem Schlamassel herausführt, den wir durch unsere Sünden verursacht haben. Jesus ist der »wunderbare Ratgeber«, der die ganze Weisheit Gottes, des Herrn, besitzt (Jes. 28,29). Wir brauchen einen König mit unendlicher Macht, um Sünde, Tod, Satan und Hölle zu überwinden. Jesus ist der »starke Gott«, dessen Stimme allein eine herrliche Waffe ist, mit der Er Seine Feinde tötet (Jes. 11,4).

Wir brauchen auch einen König, der uns für immer lieben wird, durch alle Höhen und Tiefen unseres unvollkommenen Gehorsams hindurch. Jesus ist der »Ewig-Vater« für Sein Volk. Er ist voller Mitgefühl für strauchelnde Heilige. Er ist nicht Gott der Vater, aber dennoch können wir von Christus sagen: »Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, welche Ihn fürchten« (Ps. 103,13). Und wir müssen einen König haben, der unserem Leben wahren Frieden und Harmonie verleihen kann. Jesus ist also »der Friedefürst«, dessen »Friedensreich« nicht irdisch ist, sondern göttlich und kein Ende hat. Er bringt nicht einen Frieden, der sich mit der Sünde abfindet, sondern einen Frieden, der die Sünde durch »Recht und Gerechtigkeit« besiegt (Jes. 9,6).

Christus ist König, der Gott-Mensch, der für uns gegeben wurde. Der Eifer Gottes für Seine eigene Herrlichkeit garantiert, dass das ewige Reich Christi nicht scheitern kann. Wenn du dich Ihm unterwirfst, dann werden deine Augen eines Tages »den König in Seiner Schönheit schauen« (Jes. 33,17). Was für eine herrliche Hoffnung ist das!

»Und Er wird herrschen von Meer zu Meer und vom Strom bis an die Enden der Erde. Vor Ihm werden sich die Wüstenvölker beugen, und Seine Feinde werden Staub lecken.« 

Psalm 72.8-9

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