Wie erkläre ich anderen das Evangelium? (Teil 1)

2 April, 2025

Kategorie: Erbauung

Bibelbuch: Apostelgeschichte

Wie erkläre ich anderen das Evangelium? (Teil 1)

Der Inhalt des Evangeliums

»Sie reisten aber durch Amphipolis und Apollonia und kamen nach Thessalonich, wo eine Synagoge der Juden war. Paulus aber ging nach seiner Gewohnheit zu ihnen hinein und redete an drei Sabbaten mit ihnen aufgrund der Schriften, indem er erläuterte und darlegte, dass der Christus leiden und aus den Toten auferstehen musste, und [sprach]: Dieser Jesus, den ich euch verkündige, ist der Christus! Und etliche von ihnen wurden überzeugt und schlossen sich Paulus und Silas an, auch eine große Menge der gottesfürchtigen Griechen sowie nicht wenige der vornehmsten Frauen.«
Apostelgeschichte 17,1-4

Paulus, der vermutlich größte Missionar der Kirchengeschichte, verfuhr bei seinen Missionsreisen nicht willkürlich. Drei Dinge zeichneten ihn in seiner missionarischen Tätigkeit besonders aus: Erstens hatte er eine deutliche Botschaft, die er verkündigte. Zweitens hatte er eine leidenschaftliche Motivation, die ihn antrieb. Drittens hatte er eine klare Methodik, die er verfolgte.

Die Botschaft, die er verkündigte, war das Evangelium von Jesus Christus: dass Jesus von Nazareth der verheißene Christus, der König und Richter der ganzen Erde ist; dass Er gekommen ist, um stellvertretend zu leiden und zu sterben, um sich dadurch ein Volk zu erlösen; dass Er am dritten Tag aus den Toten auferstand und in den Himmel aufgefahren ist, sich auf Seinen Thron gesetzt hat und nun in alle Ewigkeit regiert. Und dass Er an einem bestimmten Tag wiederkommen wird, um die Lebendigen und Toten zu richten.

Die Motivation, die ihn antrieb, war so stark, dass ihn weder Folter noch Gefängnis davon abhielten, diese Botschaft zu predigen. Bevor er nach Thessalonich kam, war er in Philippi, um dort das Evangelium zu verkündigen, woraufhin er ins Gefängnis kam (Apg. 16,19-40). Nachdem er freigelassen wurde, reiste er weiter nach Thessalonich, wo viele Menschen aufgrund seiner Verkündigung zum Glauben kamen. Doch es dauerte nicht lange, bis er auch aus dieser Stadt vertrieben wurde (Apg. 17,10). Auf seiner Flucht kam er dann nach Beröa und predigte in der dortigen Synagoge das Evangelium. Nachdem auch in dieser Stadt ein Aufruhr entstand (Apg. 17,14), reiste Paulus weiter, kam nach Athen und verkündigte den Griechen auf dem Areopag das Evangelium (Apg. 17,16-34). Obwohl Paulus also viel Widerstand erlebte, konnte er nicht davon abgebracht werden, das Evangelium zu predigen.

Schließlich bestand seine Methodik darin, in jeder Stadt zuerst die Synagoge aufzusuchen, um den Juden anhand des Alten Testaments zu beweisen, dass Jesus von Nazareth der verheißene Messias und der Christus ist. – Somit können wir sehen: Paulus hatte eine deutliche Botschaft, eine leidenschaftliche Motivation und eine klare Methodik, das Evangelium zu predigen. Und eben aus diesen Gründen kamen unzählige Menschen zum Glauben und wurden Dutzende Gemeinden gegründet.

Lieber Leser, sollten wir durch das Vorbild des Paulus nicht beschämt werden aufgrund unserer Gleichgültigkeit gegenüber den verlorenen Menschen? Sollten wir durch das Vorbild des Paulus nicht ermahnt werden, unsere Trägheit in der Verbreitung des Evangeliums zu überwinden? Sollte uns das Vorbild des Paulus nicht ermutigen, ganz für Christus zu leben? Es gibt keine großartigere Botschaft auf dieser Erde als das herrliche Evangelium von Jesus Christus. Daher gibt es für einen Christen keine größere Pflicht, als dieses Evangelium weiterzugeben. 

Jeder von uns ist von ungläubigen Menschen umgeben: seien es Arbeitskollegen, Nachbarn, Klassenkameraden oder Familienmitglieder. Es sollte unser größtes Anliegen sein, diesen Menschen das Evangelium weiterzusagen. Doch sollten wir die Verbreitung des Evangeliums nicht nur als eine Pflicht ansehen, sondern ebenso als das größte Privileg, das man auf dieser Erde haben kann. Wir sind Gesandte des höchsten Gottes, mit einer Botschaft von dem König des ganzen Universums, weshalb wir die Menschen an Christi statt bitten, dass sie sich mit Gott versöhnen lassen sollen (2.Kor. 5,20). In Anbetracht dessen gibt es keinen Grund, uns des Evangeliums zu schämen, und keine Kosten sollten uns zu hoch sein, diese Botschaft zu verbreiten.

Wenn es also darum geht, wie du und ich anderen Menschen das Evangelium verkündigen, dann tun wir gut daran, von dem größten Missionar aller Zeiten zu lernen. Daher wollen wir diese drei Aspekte näher beleuchten, die wir im Leben von Paulus beobachten können: 

    • Erstens brauchst du eine deutliche Botschaft, 
    • zweitens brauchst du eine leidenschaftliche Motivation, 
    • und drittens brauchst du eine klare Methodik. 

Obwohl die Motivation und die Methodik eine zentrale Rolle bei der Verbreitung des Evangeliums spielen, ist der wichtigste Aspekt die Botschaft selbst, die wir verkündigen. Denn wenn du ein falsches, verwässertes oder angepasstes Evangelium predigst, nützen dir die größte Leidenschaft und die raffinierteste Methodik nichts. Aus diesem Grund wollen wir uns in diesem Artikel als Erstes auf die Botschaft des Evangeliums konzentrieren. 

Die Botschaft des Evangeliums

Um deinem Gegenüber ein ganzheitliches Bild vom Evangelium zu vermitteln, sind mindestens vier zentrale Details nötig, die kommuniziert werden müssen: das Wesen Gottes, die Sündhaftigkeit des Menschen, das Werk Christi sowie Buße und Glaube.

1. Das Wesen Gottes 

Obwohl wir in einem »christlichen« Land leben, im Land der Reformation, wissen die meisten Menschen nicht mehr, wer oder wie Gott ist. Und weil die Menschen in unserem Land Gott nicht mehr kennen, beten sie Ihn weder als Gott an, noch fürchten sie Ihn. Doch erst, wenn der Sünder erkennt, wer Gott ist, kann er verstehen, dass er vor diesem Gott schuldig und daher erlösungsbedürftig ist. Aus diesem Grund müssen wir unserem Gegenüber zumindest zwei elementare Eigenschaften Gottes vor Augen führen. Diese sind zum einen Seine Gerechtigkeit und zum anderen Seine Heiligkeit. 

Der Begriff »Gerechtigkeit Gottes« beschreibt, dass Gott in Seinem Wesen, in Seinem Handeln und in Seinen Gesetzen vollkommen rechtschaffen ist. Mose definiert die Gerechtigkeit Gottes präzise, indem er sagt: »Vollkommen ist Sein Tun; ja, alle Seine Wege sind gerecht. Ein Gott der Treue und ohne Falsch, gerecht und aufrichtig ist Er« (5.Mo. 32,4). Weil Gott gerecht ist, fordert Er von Seinen Geschöpfen vollkommenen Gehorsam. Und darin liegt das größte Problem des Menschen: Er missachtet und übertritt beständig die guten und gerechten Gebote Gottes, weshalb Gott ihn zur Rechenschaft ziehen wird. Doch wenn Gott den Menschen ihre Sünden anrechnet, wer kann dann vor Ihm bestehen (s. Ps. 130,3)? 

Der Begriff »Heiligkeit Gottes« hingegen beschreibt die Größe und Reinheit Gottes. Das Wort »heilig« bedeutet primär »abgesondert« oder »andersartig«. Hierbei müssen wir auf die majestätische und die moralische Heiligkeit Gottes eingehen. Die »majestätische Heiligkeit« beschreibt Seine unerforschliche Größe. Dies beschreibt, dass Gott völlig erhaben und andersartig ist als alles Geschaffene. Seine »moralische Heiligkeit« beschreibt Seine vollkommene Reinheit und Sündlosigkeit. Erst wenn der Sünder erkennt, dass Gott ein vollkommen reiner, heiliger und gerechter Gott ist, der von Seinen Geschöpfen vollkommenen Gehorsam gegenüber Seinen gerechten Geboten fordert und nach gerechten Maßstäben richtet, kann er verstehen, dass er vor diesem heiligen und gerechten Gott schuldig ist. Aus diesem Grund ist es unabdingbar, unserem Gegenüber aufzuzeigen, wer Gott ist.

2. Die Sündhaftigkeit des Menschen

Genauso wenig wie unsere Gesellschaft das Wesen Gottes kennt, versteht sie, was Sünde ist. Ja, es trifft auf sie zu, was Eliphas bereits gesagt hat: dass sie Unrecht trinken wie Wasser (Hi. 15,16). Der Mensch ist so verdorben und so durchdrungen von der Sünde, dass er nicht wahrhaben will – ja dass er die Tatsache unterdrückt –, dass er ein Sünder ist. Ja, er hat vielmehr sogar Freude daran, wenn auch andere sündigen (Röm. 1,32). Daher ist es notwendig, unserem Gesprächspartner den Begriff und die Konsequenzen der Sünde klar und deutlich zu erklären. Paulus zeigt, dass ausnahmslos alle Menschen unter die Sünde eingeschlossen sind, indem er sagt: »Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten« (Röm. 3,23). 

Im Grunde bedeutet der Begriff Sünde »Zielverfehlung«. Der Mensch wurde geschaffen, um Gott, seinen Schöpfer, zu verherrlichen. Doch aufgrund der Sünde verfehlt der Mensch dieses Ziel und erreicht nicht das, wozu er erschaffen wurde. Im Gegenteil, durch sein sündiges Verhalten verunehrt und beleidigt der Mensch Gott, indem er die heiligen und gerechten Gebote Gottes missachtet und übertritt. Das bedeutet wiederum, dass der Sünder nicht neutral ist. Denn indem der Mensch Gottes Gebote übertritt, richtet sich jede Sünde direkt gegen Gott. Aus diesem Grund bekennt David seine Sünde in Psalm 51,6 und sagt: »An Dir allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist in Deinen Augen; damit Du recht behältst, wenn Du redest, und rein dastehst, wenn Du richtest.«

Im Lichte der genannten Eigenschaften Gottes und der Sündhaftigkeit des Menschen sollten wir unser Gegenüber mit der Frage konfrontieren: Was soll ein vollkommen gerechter, guter und heiliger Gott mit bösen Menschen tun, die Seine heiligen und guten Gebote übertreten? Die Antwort darauf lautet, dass dieser heilige Gott Sünder nicht ungestraft lassen kann; dass Gottes Zorn auf ihnen liegt und sie getrennt von Seiner Gnade auf ewig die gerechte Strafe für ihre Sünden in der Hölle erleiden müssen. Diese furchteinflößende Tatsache ruft eine weitere Frage auf: Wie kann nun dieser heilige und gerechte Gott einem Sünder seine Sünden vergeben? Wie kann Gott, der gerechte Richter der ganzen Erde, schuldige und angeklagte Sünder als schuldlos freisprechen? Die Antwort lautet: indem Gott dem Sünder eine fremde Gerechtigkeit anrechnet, eine Gerechtigkeit, die außerhalb von ihm ist, nämlich: die Gerechtigkeit von Jesus Christus.

3. Das Werk Christi

Erst wenn wir an diesem Punkt angelangt sind, kann der Mensch verstehen, dass er Hilfe von außen braucht. Wie ein Schiffbrüchiger auf offener See Hilfe von außen braucht, um gerettet zu werden, so braucht der Sünder, der in dem Meer seiner Übertretungen verlorengeht, Hilfe von außen. Er braucht jemanden, der Gottes vollkommene Gerechtigkeit in allen Aspekten erfüllt. Jemanden, der an unserer Stelle ein sündloses Leben führt und das ganze Gesetz Gottes hält. Zudem muss derjenige an unserer Stelle das gerechte Gericht Gottes, das wir verdient haben, auf sich nehmen. Doch da es keinen Menschen gibt, der diese Forderungen erfüllen könnte, sandte Gott uns Seinen Sohn. Der Sohn Gottes, die zweite Person des dreieinigen Gottes, nahm die menschliche Natur an, um als Mensch unter das Gesetz gestellt zu werden, um Sünder von dem Fluch des Gesetzes zu befreien, indem Er Selbst für sie zum Fluch gemacht wurde (Gal. 3,13). Er führte das Leben, das wir nicht führen konnten, und starb den Tod, den wir verdient haben. Man spricht hier auch von dem aktiven und von dem passiven Gehorsam Christi. 

Der aktive Gehorsam Christi beschreibt Sein sündloses und heiliges Leben, wodurch Er das ganze Gesetz gehalten hat, »damit Er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen« (Gal. 4,4-5). Sein passiver Gehorsam beschreibt Seinen Tod am Kreuz, wo Er die Forderung des Gesetzes erfüllt hat: »Denn der Lohn der Sünde ist der Tod« (Röm. 6,23). Christus erlitt nicht nur den physischen Tod am Kreuz. Über Ihn ergoss sich der gesamte Zorn Gottes, sodass Christus von Seinem eigenen Vater zerschlagen und bestraft wurde (Jes. 53,5.10). Deswegen kann Paulus auch sagen: »Denn Er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in Ihm [zur] Gerechtigkeit Gottes würden« (2.Kor. 5,21). Christus wurde stellungsmäßig ein Sünder, damit wir, die wir an Ihn glauben, nun stellungsmäßig zu Gerechten werden können. Christus nahm unsere Sünde auf sich, und Gott behandelte Ihn wie einen Sünder, damit wir nun Seine Gerechtigkeit empfangen und von Gott als Gerechte behandelt werden können. 

Das ist das Zentrum des Evangeliums. Aber dabei darf die Wichtigkeit der Auferstehung Jesu nicht außer Acht gelassen werden. Denn wir als Gläubige haben nur deshalb eine lebendige Hoffnung, weil Christus aus den Toten auferstanden ist (1.Pt. 1,3). Wäre Christus im Grab geblieben, so wären wir noch in unseren Sünden (1.Kor. 15,17). Aber indem Gott Seinen Sohn aus den Toten auferweckt hat, bestätigte Er Sein Opfer (Röm. 4,25). Durch Seine Auferstehung hat Er »dem Tod die Macht genommen und Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht durch das Evangelium« (2.Tim. 1,10).

Das gilt es also zu beleuchten: die Menschwerdung Jesu, Sein sündloses Leben, Sein stellvertretendes Opfer und Seine glorreiche Auferstehung. Dadurch erwirkte Jesus für den Sünder die Gerechtigkeit, die er braucht, um vor Gottes Gericht bestehen zu können. Nun lautet die große Frage: Wie kann der Sünder an diesem großen Erlösungswerk Christi Anteil bekommen? Wie kann ein Mensch diese »fremde Gerechtigkeit« empfangen? Nicht, indem er sich diese durch eigene Anstrengung oder durch gute Werke verdient, sondern indem er sie allein durch die Gnade und allein mittels des Glaubens empfängt (Eph. 2,8).

4. Buße und Glaube

Nachdem wir unserem Gesprächspartner nun diese drei Details des Evangeliums erklärt haben, müssen wir ihn zu einer Reaktion aufrufen. Und diese Reaktion lautet: Buße und Glaube. Mit diesen Worten leitete Christus Seinen Dienst ein: »Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!« (Mk. 1,15). Seine Apostel taten es Ihm gleich, als sie die Juden aufforderten: »So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden …« (Apg. 3,19). Um also in das Reich Gottes eingehen zu können, bzw. damit einem seine Sünden ausgetilgt werden können, ist es erforderlich, Buße zu tun und zu glauben. Dabei dürfen wir aber nicht davon ausgehen, dass unser Gegenüber diese beiden Begriffe versteht. Daher ist es notwendig, ihm diese zu erklären und zu definieren, was Buße und was Glaube ist. 

Das Wort Buße bedeutet »Umdenken«. Dieses Wort kann aber auch mit »Reue empfinden« übersetzt werden. Buße zu tun, bezieht sich also sowohl auf das Denken als auch auf das Empfinden einer Person. Es bedeutet, dass das Denken im Hinblick auf die Sünde so verändert wird, dass man ihr gegenüber Reue, Scham und Ekel empfindet. Der englische Puritaner Thomas Watson erklärt den Begriff Buße folgendermaßen: »Buße ist eine Gnade des Geistes Gottes, durch die ein Sünder inwendig gedemütigt und sichtbar gebessert wird.«

Doch Buße ohne Glaube ist wertlos. Daher muss man auch an das Evangelium glauben, um gerettet zu werden. An das Evangelium zu glauben bedeutet, an das Werk und die Person von Jesus Christus zu glauben: dass Er der Messias und der Sohn Gottes ist, und dass Er ein sündloses Leben lebte, stellvertretend für die Sünden Seines Volkes starb und am dritten Tag von den Toten auferstanden ist. 

Zusammenfassend kann man sagen: Buße beschreibt, wovon man sich abwendet (von der Sünde); Glaube beschreibt, wem man sich nun zuwendet (Christus). So erklärt es Paulus, als er die Bekehrung der Thessalonicher beschreibt: »… wie ihr euch von den Götzen zu Gott bekehrt habt,
um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen« (1.Thess. 1,9).
Die Thessalonicher hatten sich von den Götzen abgewendet (Buße getan) und hatten sich Gott zugewendet (durch den Glauben). Zu diesem notwendigen Schritt müssen wir die Menschen auffordern, damit sie die »fremde Gerechtigkeit« von Jesus Christus empfangen, gerechtfertigt werden können und ewiges Leben erlangen.

Diese vier Details sind also unerlässlich bei der Weitergabe des Evangeliums: Du musst deinem Gegenüber aufzeigen, wer Gott ist. Und in diesem Licht musst du ihm zeigen, dass er ein Sünder ist und daher Gottes gerechtes Gericht verdient hat. Erst wenn der Sünder dies verstanden hat, kannst du ihm Christus zeigen, der durch Sein Leben, Sein Sterben und Seine Auferstehung eine vollkommene Erlösung erwirkt hat. Daraufhin musst du dein Gegenüber zu einer Reaktion auffordern: über seine bisherigen Sünden Buße zu tun, über sie zu trauern, sich von ihnen abzuwenden, Christus als seinen Herrn und Erlöser anzunehmen und an Ihn zu glauben, um dadurch Seine Gerechtigkeit zu empfangen. Diese Botschaft allein hat die Kraft, Sünder vor dem kommenden Zorn Gottes zu erretten. Daher musst du diese Botschaft kennen und sie unverfälscht und unerschrocken verkündigen (Röm. 1,16).

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Wie erkläre ich anderen das Evangelium? (Teil 1)

von Lucas Derksen Lesezeit: 11 min