Da Gebet bedeutet, mit Gott zu reden – warum beten die Menschen dann nicht häufiger? Warum erfreut sich Gottes Volk nicht mehr am Gebet? Ich behaupte, dass Menschen – wahrhaftig wiedergeborene, aufrichtige Christen – oft nur deshalb nicht beten, weil sie einfach keine Lust dazu haben. Und sie haben aus dem Grund keine Lust zum Beten, weil sie beim Gebet dazu neigen, in gedankenloser Art und Weise immer das Gleiche über die gleichen alten Dinge zu sagen.
Und wenn man schon unzählige Male dasselbe über dieselben alten Dinge wiederholt hat und die Gedanken dabei immer wieder umhergeschweift sind, wie fühlt man sich dann bei der nächsten Wiederholung? Hast du es gewagt, gerade an das Wort »gelangweilt« zu denken? Ja, genau: gelangweilt. Wir können mit der faszinierendsten Person im ganzen Universum über die wichtigsten Themen in unserem Leben reden und trotzdem gelangweilt sein.
Deswegen kommen viele Christen zu folgendem Schluss: »Es liegt an mir. Etwas stimmt nicht mit mir. Wenn ich mich bei einer so wichtigen Sache wie dem Gebet langweile, muss ich ein Christ zweiter Klasse sein.«
Warum können sich Menschen überhaupt langweilen, wenn sie mit Gott reden, insbesondere, wenn sie dabei über die Dinge reden, die für sie am wichtigsten sind? Ist es etwa, weil wir Gott nicht lieben? Ist es, weil uns die Menschen und die Anliegen, für die wir beten, im Grunde genommen egal sind? Nein. Wenn auch du beim Gebet zerstreut bist und es als eintönig empfindest, dann würde ich vielmehr behaupten, dass – wenn der Heilige Geist in dir wohnt, du also wiedergeboren bist – nicht unbedingt du das Problem bist, sondern vielleicht deine Vorgehensweise.
Die Gegenwart des Geistes spornt zum Gebet an
Beachte diese sehr wichtige Bedingung – wenn der Heilige Geist in dir wohnt –, denn keine Vorgehensweise oder Hilfestellung kann das Gebetsleben einer Person beleben, in der nicht der Heilige Geist wohnt. So eine Person hat keinen fortwährenden Hunger nach Gebet und kein langfristiges Verlangen danach.
Wenn Gott in Seiner Gnade jemanden durch Jesus Christus in eine Beziehung zu sich Selbst bringt, beginnt Er durch Seinen Heiligen Geist in diesem Menschen zu wohnen. Der Apostel Paulus beschreibt es den Nachfolgern Jesu in Epheser 1,13 so: »In Ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Errettung, gehört habt – in Ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung.« In 1. Korinther 6,19 versichert Paulus den an Jesus Christus Gläubigen ebenfalls: »… dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt.«
Genauso wie man seine menschliche Natur an jeden Ort mitbringt, den man betritt, so bringt auch der Heilige Geist Seine heilige Natur mit sich, wenn Er in jemanden einzieht. Daher entdecken alle, in denen der Heilige Geist wohnt, einen neuen heiligen Hunger und neue heilige Vorlieben in sich, die sie nicht hatten, bevor Seine Gegenwart in ihnen wohnte.
Sie hungern nach dem heiligen Wort Gottes, welches sie früher langweilig oder unwichtig fanden (1.Pt. 2,2). Sie lieben die Gemeinschaft mit dem Volk Gottes und können es sich nicht mehr vorstellen, ohne einen sinnvollen Austausch mit den Erlösten auskommen zu müssen (1.Joh. 3,14). Herzen und Gedanken, in denen der Heilige Geist wohnt, empfinden ein heiliges Verlangen, welches ihnen vorher unbekannt war. Sie sehnen sich danach, in einem heiligen Leib ohne Sünde zu leben, verlangen nach einem heiligen Sinn, der nicht länger der Versuchung ausgesetzt ist, seufzen nach einer heiligen Welt voller heiliger Menschen und haben ein ernsthaftes Verlangen danach, endlich das Angesicht Dessen zu sehen, den die Engel »Heilig, heilig, heilig« (Off. 4,8) nennen.
Das ist der geistliche Herzschlag aller Herzen, in denen der Geist Gottes wohnt. Vielleicht ist jemand erst ein Teenager; doch wenn der Heilige Geist zu ihm gekommen ist, dann sind dieser Hunger und dieses Verlangen in ihn eingepflanzt worden (ausgedrückt wird dies sicher auf die Art und Weise eines Teenagers, doch trotzdem wohnen diese Sehnsüchte darin, weil Er dort wohnt). Ein anderer mag 99 Jahre alt sein und ein Herz haben, das von den Traditionen und Erfahrungen der Jahre verkrustet ist; aber darunter pulsiert das ewig frische, ewig grüne Werk des Heiligen Geistes, welches sich in jedem zeigt, in dem Er wohnt.
Und gemäß den beiden neutestamentlichen Briefen an die Römer und Galater gibt es noch eine andere übernatürliche Veränderung, die der Geist Gottes in den Herzen aller Christen schafft, nämlich dass Er sie zu rufen veranlasst: »Abba, Vater!« (Röm. 8,15; Gal. 4,6). Wenn also jemand wiedergeboren wird, gibt der Heilige Geist dieser Person ein neues, zum Vater ausgerichtetes Verlangen und eine neue, himmelwärts gerichtete Orientierung, durch welche wir rufen: »Abba, Vater!« Mit anderen Worten: Alle, in denen der Heilige Geist wohnt, wollen wirklich beten. Der Heilige Geist veranlasst alle Kinder Gottes, daran zu glauben, dass Gott ihr Vater ist, und Er füllt sie mit dem unsterblichen Verlangen, mit Ihm zu reden.
»Irgendetwas stimmt nicht mit mir«
Während dieses vom Geist gewirkte Verlangen eine Seite unserer Seele antreibt, kollidiert es mit unserer tatsächlichen Erfahrung. Und diese sagt uns: »Aber wenn ich bete, ist es ehrlich gesagt eintönig.« Und wenn Gebet eintönig ist, dann ist uns auch nicht nach Beten zumute. Und wenn wir keine Lust zum Gebet haben, dann ist es schwer, sich dazu zu überwinden. Sogar fünf oder sechs Minuten Gebet können sich dann ermüdend lang anfühlen!
Die Hälfte der Zeit sind unsere Gedanken auf Wanderschaft, und plötzlich kommen wir zu uns und fragen uns: »Wo war ich gerade? Ich habe in den letzten paar Minuten überhaupt nicht an Gott gedacht!« Und dann kehren wir in Gedanken zu unserem geistigen Manuskript zurück, welches wir schon sehr viele Male wiederholt haben. Aber fast sofort schweifen unsere Gedanken wieder ab, weil wir schon so häufig das Gleiche über dieselben alten Dinge gesagt haben.
»Es muss an mir liegen«, schlussfolgern wir. »Gebet sollte nicht so sein. Ich glaube, ich bin einfach kein guter Christ!«
Nun, es liegt vielleicht nicht an dir, sondern an deiner Vorgehensweise. Wenn du dich abgewandt hast von deinem selbstsüchtigen Leben und deinen Sünden und auf Jesus Christus und Sein Werk vertraust, dass es dich vor Gott gerecht macht, dann hat Gott dir den Heiligen Geist gegeben. Und wenn du danach strebst, unter der Herrschaft des Herrn Jesus Christus und der Autorität Seines Wortes (der Bibel) zu leben, wenn du deine Sünden bekennst und gegen die lebenslange Neigung zur Sünde ankämpfst, statt sie zu entschuldigen, dann liegt das Problem der Eintönigkeit des Gebets nicht an dir, sondern an deiner Vorgehensweise.
Und die Vorgehensweise der meisten Christen beim Gebet ist, immer das Gleiche über dieselben alten Dinge zu wiederholen. Nach 40 Jahren Erfahrung im Dienst bin ich davon überzeugt, dass es sich um ein allgemein verbreitetes Problem handelt. Praktisch vom Beginn eines Christenlebens an scheint es, als ob die meisten Gläubigen unter dieser Gewohnheit leiden.
Für »dieselben alten Dinge« zu beten, ist normal
Du solltest sorgfältig beachten – denn das ist sehr wichtig –, dass das Problem nicht darin besteht, dass wir für dieselben alten Dinge beten. Regelmäßig für dieselben Personen und Umstände zu beten, ist vollkommen normal. Es ist normal, für dieselben alten Dinge zu beten, weil unser Leben normalerweise aus denselben alten Dingen besteht.
Nehmen wir an, ich würde zu deiner Gemeinde oder Bibelgruppe kommen, würde dich und noch ein paar weitere Personen nach dem Zufallsprinzip auswählen und dann jeden von euch darum bitten, die nächsten 5-10 Minuten allein im Gebet zu verbringen; ich bin fest davon überzeugt, dass fast jeder in der Gruppe für dieselben sechs Dinge beten würde.
Jeder würde wahrscheinlich auf die eine oder andere Weise für seine Familie beten. Verheiratete würden für ihre Ehepartner beten, Alleinstehende, dass sie heiraten können, Eltern für ihre Kinder, und so weiter.
Zweifellos würde auch jeder für seine eigene Zukunft beten; vielleicht würde er um Leitung in einer Entscheidung bitten, die in Bezug auf einen Arbeitsplatzwechsel oder einen Umzug an einen neuen Ort zu treffen ist. Oder es könnte sich bei seinem Gebet um ein bevorstehendes Ereignis oder eine Lebensveränderung handeln, die sich gerade an seinem Horizont abzeichnet.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass jeder für seine eigene finanzielle Situation beten würde, um Gottes Unterstützung in Bezug auf ein Auto, die Bezahlung offener Rechnungen oder die Schule zu erhalten.
Die meisten würden für ihre Arbeit beten. Schüler würden in irgendeiner Weise für ihre schulischen Aufgaben beten. Es ist normal für Menschen, für Dinge und Umstände zu beten, mit denen sie die meiste Zeit in der Woche zu tun haben.
Jeder dieser Gläubigen würde wahrscheinlich auch für ein christliches Anliegen beten, wie z. B. etwas im Zusammenhang mit seiner Gemeinde oder einem Dienst, an dem er beteiligt ist. Möglicherweise würden sie für einen leidenden Bruder oder eine leidende Schwester in Christus beten, oder für jemanden, den sie mit dem Evangelium erreichen wollen.
Und dann würde jeder Einzelne ganz sicher auch bezüglich der momentanen Krise in seinem Leben beten. Ich habe gelesen, dass jeder von uns im Schnitt etwa alle sechs Monate eine vergleichsweise schwere Krise durchlebt. Es kann sich dabei um eine gute oder schlechte Sache handeln, eine Geburt oder einen Todesfall, einen erwünschten oder unerwünschten Arbeitsplatzwechsel, aber in jedem Fall um solch ein großes Problem, dass es dir im Gebet als Erstes einfällt. Die Situation vereinnahmt dich dabei so sehr, dass du keine Gebetsliste brauchst, um dich beim Gebet daran zu erinnern.
Wenn du also in Bezug auf dein Leben betest, dann sind diese sechs Dinge dein Leben, nicht wahr?
Und glücklicherweise ändern sich diese Dinge nur selten auf dramatische Weise. Familien erleben z. B. nicht jeden Monat oder jedes Jahr Hochzeiten, Geburten oder Todesfälle. Während es zwar häufig kleine Veränderungen in diesen Bereichen gibt, geschehen wirklich große Veränderungen in unserer Familie, auf unserem Arbeitsplatz usw. normalerweise nicht jede Woche oder jeden Monat.
Wenn du nun also in Bezug auf dein Leben beten willst und diese sechs Bereiche dein Leben ausmachen, und wenn sich diese Dinge nur selten wesentlich verändern, dann bedeutet das, dass du die meiste Zeit für dieselben alten Dinge betest. Das ist normal.
»Dieselben alten Dinge« zu äußern, erscheint uns eintönig
Daher ist das Problem nicht, dass wir für dieselben alten Dinge beten; es ist eher, dass wir immer das Gleiche über dieselben alten Dinge sagen. Es scheint, als ob nahezu jeder früher oder später anfängt, auf diese Art zu beten, und das ist eintönig. Und wenn Gebet eintönig ist, dann ist uns nicht nach Gebet zumute. Wenn uns nicht nach Beten zumute ist, fällt es uns schwer zu beten, jedenfalls in einer konzentrierten, aufrichtigen Weise.
Dann sind wir versucht zu denken: »Das muss an mir liegen. Ich bin wohl nur ein zweitklassiger Christ.«
Die normale Reaktion auf solch eine Entmutigung könnte sein: »Dann lass es! Hör auf zu beten. Warum tust du dir das an? Wenn Gebet so eintönig ist und du am Ende so frustriert und niedergeschlagen bist, dann bete einfach nicht mehr.«
Ein wahrer Christ würde vor Schreck zusammenfahren – entsetzt über so einen Vorschlag. Egal, wie eintönig das Gebetsleben eines Gläubigen auch sein mag; egal, wie wenige Gebete beantwortet wurden; egal, wie tief das Gefühl des Versagens im Gebet ist – niemand, in dem der Geist Gottes wohnt, kann das Gebet jemals für immer aufgeben. Das ist das Resultat des andauernden Dienstes der dritten Person der Dreieinigkeit, welcher von Theologen als das »bewahrende Werk« des Heiligen Geistes bezeichnet wird.
Sobald der Geist Gottes Menschen zum geistlichen Leben erweckt, bewahrt Er sie in diesem Leben, indem Er ihnen die Gnade gewährt, in den Merkmalen dieses geistlichen Lebens auszuharren, wie z. B. im Gebet. Mit anderen Worten, sobald der Herr durch Seinen Geist einen Menschen dazu gebracht hat, »Abba, Vater!«auszurufen (Gal. 4,6), wird Er in diesem Menschen für immer einen auf Gott gerichteten Blick und ein Flehen bewirken.
Wegen des andauernden Werkes des Heiligen Geistes glaubst du an die Kraft des Gebets und möchtest wirklich beten. Doch wenn du versuchst zu beten, dann kommt es dir so vor, als würde – nun ja – irgendetwas nicht stimmen. Dann hörst du dir vielleicht eine Predigt über das Gebet an, oder du hörst ein Zeugnis über erhörtes Gebet, oder du liest ein Buch über Gebet, und für eine Weile kehrst du zurück zum Gebet – mit neuem Eifer und frischem Elan; aber im Grunde genommen sagst du immer noch dieselben alten Dinge über dieselben alten Dinge, nur mit ein bisschen mehr geistlichem »Schwung« dahinter.
Doch schon sehr bald verpufft der neu gefundene Enthusiasmus und du stellst fest, dass es immer noch so eintönig wie zuvor ist, das Gleiche über dieselben alten Dinge zu sagen; nur dass du dich jetzt noch schuldiger fühlst, weil du dir ja eigentlich vorgenommen hattest, dass die Dinge dieses Mal anders laufen würden.
Und wieder kommst du zurück zu der Schlussfolgerung, die unausweichlich scheint: »Es muss an mir liegen. Etwas stimmt nicht mit mir. Ich bin einfach nur ein zweitklassiger Christ.«
Gibt es eine Lösung?
Falls ja, dann muss sie grundlegend einfach sein. Da Gott alle Seine Kinder zum Beten einlädt – ja, wenn Er sie durch Seinen Geist dazu befähigt –, dann muss Gebet im Grunde genommen einfach sein. Gottes Kinder sind überall auf der Welt verteilt und sind so unterschiedlich, wie Menschen nur sein können: jung oder alt, einige mit niedrigem und einige mit hohem IQ, einige ohne Schulbildung und einige mit den allerbesten Universitätsabschlüssen. Und die meisten von ihnen sind ganz normale Menschen; es sind nicht in erster Linie solche, die von der Welt als die intellektuelle oder kulturelle Elite betrachtet werden. Der Apostel Paulus drückte es so aus: »Seht doch eure Berufung an, ihr Brüder! Da sind nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme« (1.Kor. 1,26).
Möglicherweise hast du schon über eine so lange Zeit das Gleiche über dieselben alten Dinge im Gebet wiederholt, dass du nur schwer glauben kannst, dass man leicht in irgendeiner anderen Art zu beten lernen könnte; es ist in etwa so, als würdest du einem Lungenspezialisten zuhören, der dir sagt, dass du ganz einfach deine Art zu atmen ändern könntest. Viele, die dieses Buch lesen, haben schon seit Jahrzehnten die Last ihrer Schuld betreffs ihrer abschweifenden Gedanken und der Gefühle von Langeweile während des Gebets durchlitten. Und hier kommt jetzt ein Autor daher, der dich zu glauben auffordert, dass es tatsächlich eine einfache, dauerhafte, biblische Lösung für ein Problem gibt, welches dich für den größten Teil deines Lebens geplagt hat.
Mir ist klar, dass es dir nach so vielen Jahren unbefriedigenden Gebets sicher nicht einfach ist, zu glauben, dass vielleicht nicht du selbst das Problem bist, lieber Christ, sondern deine Vorgehensweise. Aber lass uns nun noch einmal zu den Fakten zurückkommen. Der Herr hat Sein Volk auf der ganzen Welt, und unter ihnen befinden sich Menschen aus unterschiedlichster Herkunft. Und trotzdem gibt Er ihnen allen durch Seinen Geist das Verlangen zu beten.
Würde Er das wirklich bei allen tun, wenn sinnvolles Gebet nur für einige Wenige umsetzbar wäre? Würde dein himmlischer Vater das Beten wirklich so schwierig und verwirrend gestalten, dass du dich dessen niemals erfreuen oder, noch schlimmer, Ihn niemals im Gebet erfreuen könntest? Trotz Seiner Liebe zu Seinem Volk – einer Liebe, die Er in der Fleischwerdung und Kreuzigung Seines Sohnes für die Seinen demonstrierte und die Er auch dadurch offenbart, dass Er Seinen Heiligen Geist, die Bibel und die Gemeinde bereitstellt?! Würde der Herr sich wirklich ein Mittel zur Gemeinschaft zwischen Ihm und Seinen Kindern ausdenken, welches die meisten als frustrierende, ermüdende Eintönigkeit empfinden würden?
Das würde keinen Sinn machen. Was jedoch Sinn macht, ist, dass der Vater, der die Gemeinschaft mit allen Seinen Kindern genießen wollte, und der wollte, dass alle Seine Kinder es genießen, mit Ihm zu sprechen, es für alle einfach machen würde, dies zu tun.
Die einfache, beständige, biblische Lösung
Was ist nun die einfache Lösung für diese eintönige Routine, immer wieder das Gleiche über dieselben alten Dinge zu sagen? Hier ist sie:
Benutze zum Beten einen Abschnitt aus der Bibel, insbesondere einen Psalm.
Das erscheint jetzt vielleicht nicht so aufregend, wie du es erwartet hast. Vielleicht hast du etwas Ähnliches auch früher schon mal gehört. Wenn ja, dann geschah das höchstwahrscheinlich, als jemand über eines der Gebete des Apostels Paulus lehrte und dabei sagte: »Wir sollten auch heute noch diese Gebete beten.« Dem stimme ich zu, das sollte man tun. Aber noch besser ist es meiner Meinung nach, wenn wir alles in den Briefen von Paulus und auch jeden anderen Abschnitt aus der Schrift beten. Der Herr Jesus betete die Psalmen. Die ersten Christen in Jerusalem, die an oder kurz nach Pfingsten gläubig geworden waren, beteten die Psalmen. Große Glaubensmänner wie Georg Müller beteten mit der Schrift. Warum nicht auch du?
Ein Auszug aus dem Buch:
Mit der Bibel beten
Wenn Du betest, hast Du dann manchmal das Gefühl, dass Du immer wieder die gleichen Worte für die gleichen Themen gebrauchst? Dass Du Dich ständig wiederholst?
Das Beten mit der Bibel kann Dein Gebetsleben völlig verändern. Es lehrt Dich, Deine Probleme und Kämpfe, die ständigen Veränderungen und Krisen in Deiner Umgebung und in der Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Es lehrt Dich, im Gebet auf den souveränen Gott zu schauen und Ihn anzubeten, weil uns die Schrift auf all ihren Seiten zu genau dieser Haltung anleitet.
Das Buch »Mit der Bibel beten« ist ein sehr hilfreicher und praktischer Leitfaden dafür. Donald S. Whitney skizziert darin leicht verständlich, wie Du beim Beten die Worte der Heiligen Schrift verwenden kannst. Wenn Du den innigen Wunsch hast, im Gebet mehr Zeit mit Deinem himmlischen Vater zu verbringen und Dich an dieser Gemeinschaft zu erfreuen, wird sich Dir dieses einfache Buch als unschätzbar wertvoll erweisen.