Siehe, Ich komme bald!

Kategorie: Artikel

Autor: Niko Derksen

Wer sich heute gegen die »LGBT-Lobby« stellt, ist rechtsextrem – das sagt man jedenfalls in unserer heutigen Gesellschaft. Doch dem Herrn sei Dank, das ist nicht die Meinung der meisten Menschen, und ich hoffe, dass die wahren Christen eine klare Position gegen das Böse und für das Heilige haben. Im letzten Kapitel der Offenbarung lesen wir: »Wer Unrecht tut, der tue weiter Unrecht, und wer unrein ist, der verunreinige sich weiter, und der Gerechte übe weiter Gerechtigkeit, und der Heilige heilige sich weiter! Und siehe, Ich komme bald und Mein Lohn mit Mir, um einem jeden so zu vergelten, wie sein Werk sein wird« (Off. 22,11-12). 

Diese Worte zeigen, dass der Herr Jesus nicht bloß etwas sagt, sondern Er gebietet, das Praktizieren von Unrecht und Unreinheit ebenso wie von Gerechtigkeit und Heiligkeit fortzusetzen. Er gebietet, dass die Gottlosigkeit ausreift und als das erkannt wird, was sie ist, und dass die Gerechtigkeit ebenfalls ausreift und als das erkannt wird, was sie ist. Einer der Kernpunkte der Offenbarung ist, dass Christus dem ausgereiften Bösen am Ende dieses Zeitalters entgegentreten und es richten wird. Er gebietet, das Böse als böse zu erkennen und die moralische Verdorbenheit als Unreinheit zu entlarven, was sie ja ist.

Sehen wir das Böse nicht auch in unserer Gesellschaft? In einigen Ländern hat die LGBT-Lobby, die eine sexuelle Aufklärung von Kindern fordert, so viel Einfluss, dass diese Art von Aufklärung sogar schon für Kindergartenkinder angeboten wird. Die sexuelle Unmoral wird überall propagiert, der Stolz gefeiert und die völlige Verdorbenheit des Menschen wird geleugnet. Weil sie das Böse gutheißen, wird die Auswirkung der Bosheit nur noch deutlicher offenbar. Auf diese Weise enthüllt der souveräne Herr das Böse, sowohl die sündigen Taten als auch den sündigen Charakter der Gottlosen Menschen. »Darum hat sie Gott auch dahingegeben in entehrende Leidenschaften …« (Röm. 1,26).

Für die Gerechten wird am Ende dieses Zeitalters das Gegenteil gelten: Wie sehr die biblische Wahrheit in unserer Zeit auch verachtet sein mag – Christus wird dafür sorgen, dass Seine erkaufte »Gemeinde … herrlich sei, sodass sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas Ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei« (Eph. 5,27). Die gerechten Taten werden als gerecht erkannt werden, und das heilige Volk Christi wird als heilig offenbart werden. 

Es gibt nur zwei Arten von Menschen: die Gottlosen, die ihre sündige Natur ausleben, und die Gerechten, die durch Gottes Gnade geheiligt sind. Der Herr tröstet Sein Volk mit der Gewissheit, dass das Böse niemals siegen wird, wie auch immer die Ereignisse in dieser Welt erscheinen mögen; »aber der Pfad des Gerechten ist wie der Glanz des Morgenlichts, das immer heller leuchtet bis zum vollen Tag« (Spr. 4,18).

Liebe Geschwister, das Kommen unseres Herrn ist nahe! Das heißt für uns als Seine Braut, dass wir jederzeit Sein Kommen erwarten müssen. Der Herr sieht unsere Werke, Er sieht unsere Treue und Hingabe für Ihn, aber auch unser Versagen und unsere Tränen, Er sieht unser Streben nach Heiligung, Er sieht unser Bemühen das Evangelium in dieser Welt zu verbreiten; aber Er sieht auch das Böse in der Welt, und zu Seiner Zeit »wird [Er] jedes Werk vor ein Gericht bringen, samt allem Verborgenen, es sei gut oder böse« (Pred. 12,14).


 

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