Der Glaube an die Verheißungen

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Niko Derksen

Autor: Niko Derksen

»In der Welt habt ihr Bedrängnis.« So schloss unser Herr Jesus Seine letzte Gemeinschaft mit den Jüngern ab, bevor Er sich auf den Weg in den Garten Gethsemane und zu Seiner Gefangennahme machte (Joh. 16,33). Petrus, der diese Worte hörte und deren Wahrheit erlebte, sagte in seinem ersten Brief: »Geliebte, lasst euch durch die unter euch entstandene Feuerprobe nicht befremden, als widerführe euch etwas Fremdartiges« (1.Pt. 4,12). Das ist etwas, was wahre Christen sehr schnell erkennen: dass es viel Leid und Kummer in der Welt gibt. Und jeder von uns wird das erleben, früher oder später – wenn wir nur lange genug leben. 

Es ist wichtig für uns, wenn wir über den Glauben sprechen, wie es z. B. das elfte Kapitel des Hebräerbriefes tut, uns dessen gewiss zu sein, dass Schwierigkeiten kommen. Der Glaube wächst nicht nur auf dem Boden des Segens, nicht nur, wenn die Sonne scheint. Wahrer Glaube entspricht nicht einem Glauben an andere Menschen, der so leicht verdorrt, wenn sie uns enttäuschen. Was den gottgegebenen Glauben so anders macht, ist, dass sein Gegenstand wirklich und immer unseres Vertrauens würdig ist. Unser Glaube ist ein Glaube an Gott; selbst in Sorgen und Prüfungen dürfen wir im Glauben sagen: »Der HERR ist meine Stärke und mein Lied, und Er wurde mir zum Heil« (Ps. 118,14).

Wozu gibt Gott uns Verheißungen?

Gott tritt mit Seinen Kindern in dieser Welt hauptsächlich durch Verheißungen in Beziehung. Im Alten Testament durften die Israeliten durch den Glauben ein Volk sein, das über den Horizont hinausblickte und auf die Verheißung wartete, die erst noch offenbar und erfüllt werden sollte. Dieses große Offenbarwerden ist in der Person Jesu Christi eingetroffen. Und doch warten wir noch auf ein großes Ereignis, das erst noch kommen wird – das zweite Kommen unseres Herrn. Ein wahrer Gläubiger ist einer, der nach dem Ausschau hält, was noch kommen soll, wovon die Verheißungen sprechen, die noch erfüllt werden müssen. In 2. Petrus 1,4 heißt es: »Er [hat] uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben.«

Einer der größten Glaubensvorbilder in der Heiligen Schrift ist Abraham. Seine Erfahrung legt mindestens zwei Gründe dar, warum Gott mit uns aufgrund von Verheißungen handelt. Der erste Grund ist, dass Er dadurch unsere Augen über den Bereich unserer Umstände erhebt, so wie Er Abrahams bzw. (damals noch) Abrams Blick hoch zum Himmel emporhob. Durch unser ganzes Leben hindurch heben Gottes Verheißungen unsere Bestrebungen höher. Auf uns allein gestellt würden wir uns mit einigen glücklichen Beziehungen zufriedengeben; Gott aber möchte, dass wir tiefe und echte Gemeinschaft mit Seinem Sohn Jesus Christus haben. Wir streben oft nach irdischem Gelingen; Er aber möchte, dass wir himmlische Herrlichkeit erlangen. Wir würden uns mit Gesundheit und einem sorgenfreien Leben zufriedengeben; Er aber hat ewiges Leben für uns bereitgestellt.

Das war auch bei Abram der Fall. Er wollte einen Sohn; aber Gott beabsichtigte, dass er der Vater aller Erlösten werden sollte. Gott hatte Abram bereits gesagt, dass Er durch ihn alle Völker segnen werde (1.Mo. 12,3). Aber Abrams Verlangen war, wie das unsere im Allgemeinen, von seinen persönlichen Erfahrungen geprägt – von seinen »gefühlten Bedürfnissen«, wie man es heute nennt. Er wollte einfach kein Außenseiter sein. Er wollte die menschliche Freude kennenlernen, in die Augen eines Sohnes zu schauen. Er wollte Respekt von Seiten der Mitmenschen; er wollte dazugehören; er wollte sich gut fühlen. Das sind Dinge, die wir auch wollen, nicht wahr? 

Es sind durchaus gute Dinge, aber sie bleiben weit hinter dem zurück, was Gott für uns vorgesehen hat. Paulus erinnert uns daran: »Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben« (1.Kor. 2,9). Um uns davon abzuhalten, uns mit geringeren Dingen zu begnügen, lässt Gott uns in Umständen des Mangels zurück und gibt uns gleichzeitig Verheißungen von großem Segen, weit über unsere Vorstellungskraft hinaus.

Der zweite Grund, warum Gott mit uns aufgrund von Verheißungen handelt, hängt mit dem ersten zusammen und zeigt sich auch an Abrams Beispiel. Gott leitet uns; Er weist uns den Weg in eine bestimmte Richtung. Wenn man uns vor die Wahl stellt, wollen wir uns alle in diesem Leben, in dieser Welt, in dieser irdischen Existenz niederlassen. Wir können sicher sein, dass Abram nur allzu glücklich gewesen wäre, in einem stabilen Haus neben einem guten, sauberen Brunnen eine Reihe von Söhnen aufziehen zu können. Aber diese Welt ist nicht unser Zuhause; sie ist nicht der Ort, an dem Gott uns für immer ansiedeln möchte. Wieder sagt uns Paulus: »Denn die [gegenwärtige] Gestalt dieser Welt vergeht« (1.Kor. 7,31). Wir sind nicht für diesen Ort bestimmt. Unsere Seelen wurden nicht nur für dieses Leben geschaffen; deshalb benutzt Gott die Kombination von Not und Verheißungen, um uns aufzurichten und auf den rechten Weg zu führen.

Wenn wir erkennen, dass Gott uns durch Verheißungen leitet, und wenn wir anfangen, nach ihrer Erfüllung zu suchen, beginnen wir bald, uns wie Abram unter dem Sternenhimmel zu fühlen. Die Verheißungen Gottes sind über alle Maßen groß. 

Wahrer Glaube kann warten

Abram nahm die große Verheißung Gottes im Glauben an; aber die kommenden Jahre erwiesen sich dennoch als eine sehr schwere Prüfung. Seine Frau scheint besonders unter ihrer Unfähigkeit, Kinder zu bekommen, gelitten zu haben. In 1. Mose 16 sehen wir, wie sie darauf reagierte: »Und Sarai, Abrams Frau, gebar ihm keine Kinder; aber sie hatte eine ägyptische Magd, die hieß Hagar. Und Sarai sprach zu Abram: Sieh doch, der HERR hat mich verschlossen, dass ich keine Kinder gebären kann. Geh doch ein zu meiner Magd; vielleicht werde ich durch sie Nachkommen empfangen! Und Abram hörte auf die Stimme Sarais« (V. 1-2).

Schließlich wurde Hagar schwanger und gebar ihm einen Sohn namens Ismael. Das mag ihm wie eine Gebetserhörung vorgekommen sein – ein Segen Gottes! –; aber diese Täuschung wurde ihm bald zerschlagen. Das erste Ergebnis dieser seiner Handlung war ein Aufruhr in Abrams Haus, als Hagar und Sarai einen erbitterten Streit um den Vorrang und die Autorität führten. Dies geschah, als Abram sechsundachtzig Jahre alt war, also zehn Jahre nach seiner Ankunft im Land. Das zweite Problem tauchte dreizehn Jahre später auf, als Abram neunundneunzig Jahre alt war. Gott kam, um Seine ursprüngliche Verheißung zu bekräftigen und Abram mitzuteilen, dass Ismael nicht der Sohn der Verheißung sei.

Das Problem mit dem Vorschlag Sarais und dem darauffolgenden Handeln Abrams war, dass sie versuchten, Gottes Verheißung durch menschliche Kraft in Erfüllung zu bringen. Abram war über die vielen Jahre hinweg im Glauben müde geworden, und die Entmutigung seiner Frau zermürbte seine Entschlossenheit zum Glauben. Schließlich gab er die Vorstellung auf, dass seine Frau ein Kind bekommen könnte – so etwas ist einfach menschlich gesehen unmöglich –, und er beschloss, den Dingen nachzuhelfen.

Das ist die Art von Handlungen, die wir zu tun bereit sind. Wir haben eine große Sehnsucht und vertrauen darauf, dass Gott uns nach Seiner Weisheit segnen wird. Aber um dem Segen nachzuhelfen, nehmen wir die Dinge oft selbst in die Hand, handeln nach unserer eigenen Weisheit und greifen sogar zu sündigen Mitteln, um die gewünschten Ziele zu erreichen. Wir sind es leid, z. B. auf den von Gott bestimmten Ehepartner zu warten, und lassen uns auf falsche Wege ein. In dem Bestreben, gewisse Vorteile zu erreichen, die wir uns so sehr wünschen, sagen wir nicht die Wahrheit oder nutzen andere Menschen aus. Wir rechtfertigen all das, indem wir sagen, es sei der Glaube, dass wir so wie Abram und Sarai eigenmächtig handeln, während es in Wirklichkeit der Unglaube ist, der uns die Hände des Glaubens gebunden hält. Indem wir an Gottes Macht bezüglich des scheinbar Unmöglichen zweifeln, manipulieren wir das Handeln Gottes mit dem, was uns möglich erscheint, also mit unseren eigenen Mitteln.

Dies geschieht auch oft in den Gemeinden. Voller Eifer, Gottes Werk zu verrichten, ohne die Bereitschaft, auf Seinen Zeitplan zu warten, gehen viele Gemeinden auf menschliche Art und Weise vor. Sie verwenden psychologische Manipulation, um den Anschein von Bekehrungen zu erwecken, während in Wirklichkeit nur Gott eine Seele bekehren kann. In dem Bestreben, die Gemeinde zu füllen – und das ist doch sicher etwas, was Gott will! –, greifen viele zu billigem Marketing und anderen offenkundig unbiblischen Methoden.

Obwohl Gott sagt, dass Sein Wort für alle unsere Bedürfnisse ausreicht, verwerfen es viele Gemeinden allzu leicht, indem sie »die Hagar« – eine scheinbar fruchtbarere Frau – einsetzen. Wann immer Gemeinden dies tun, zeugen sie (wie Abram) uneheliche Kinder, denen (wie Ismael) der Segen Gottes versagt bleibt.

In 1. Mose 17 wird uns von Gottes Erscheinen bei Abram erzählt, als Ismael dreizehn Jahre alt war. Gott forderte ihn heraus, auch wenn Er die Verheißung erneuerte. Er sagte: »Ich bin Gott, der Allmächtige. Wandle vor Mir und sei untadelig! Und Ich will Meinen Bund schließen zwischen Mir und dir und will dich über alle Maßen mehren!« (V. 1-2).

Gott konfrontierte Abram wegen seines Unglaubens und seiner Sünde. »Ich bin Gott, der Allmächtige«, sagte Er und erklärte eindringlich, dass Er es wert sei, dass man Ihm absolut vertraue, und dass Er allmächtig sei und alles vollbringen könne, was Er versprochen habe. »Wandle vor Mir und sei untadelig!«, befahl Er dann und stellte Seine Forderung nach Gehorsam in den Vordergrund. Gott tadelte Abrams Unglauben, ermutigte ihn gleichzeitig zu neuem Glauben und fügte hinzu: »Ich will Meinen Bund schließen [oder ›bestätigen‹] … und dich über alle Maßen mehren!«

Abram war neunundneunzig Jahre alt, aber sein Handeln mit Hagar zeigte, dass er Kinder zeugen konnte. Es musste für Abram eine große Ermutigung gewesen sein, als Gott verkündete, dass Sein Name fortan Abraham sein werde – nicht nur Abram, was bedeutet: »erhabener oder hoher Vater«, sondern Abraham, »Vater einer Menge«. In 1. Mose 17,5 lesen wir: »Denn Ich habe dich zum Vater vieler Völker gemacht.« Sicherlich beabsichtigte Gott, Abrahams Glauben durch diese Namensänderung und deren Bedeutung zu stärken. Abraham war in seinem Glauben gestrauchelt; aber Gott stellte ihn mit einem noch größeren Zeichen des Segens und einem Aufruf zu neuem Vertrauen wieder auf die richtige Bahn.

Stellt euch den alten Abram vor, wie er von dieser Begegnung nach Hause kommt, sein einziges Kind neben sich stellt und verkündet, dass er einen neuen Namen habe. Die Leute hätten wohl geflüstert: »Er konnte es schlussendlich nicht mehr ertragen, nur einen einzigen Sohn zu haben.« Er wird jetzt Abraham heißen, »Vater der Menge«. Wie erstaunt müssen sie gewesen sein, als der Mann des Glaubens verkündete: »Mein Name ist nicht mehr Abram, ›erhabener Vater‹, sondern Abraham, ›Vater der Menge‹« Das war die Art von absoluter Überzeugung und Verpflichtung, die Gott Abraham abverlangte und auch uns abverlangt.

Die Pointe ist, dass der Glaube auf den Herrn warten muss. Abram war fünfundsiebzig Jahre alt, als er nach Kanaan aufbrach; er war sechsundachtzig, als sein Glaube schwankte und er ein Kind mit Hagar zeugte, und neunundneunzig, als Gott ihn mit einer neuen Verheißung und einem neuen Namen wieder auf die Füße stellte. Der Glaube empfängt Gottes Verheißung, und der Glaube wartet auf Ihn, oft über sehr lange Zeit.

Die Psalmen betonen dieses Thema ständig. Psalm 27 endet so: »Harre auf den HERRN! Sei stark, und dein Herz fasse Mut, und harre auf den HERRN!« (V. 14). In Psalm 37 heißt es: »Halte still dem HERRN und warte auf Ihn! … Harre auf den HERRN und bewahre Seinen Weg« (V. 7 und 34). Psalm 130 drückt es in Worten aus, die unserem Herzen vielleicht am nächsten kommen: »Ich harre auf den HERRN, meine Seele harrt, und ich hoffe auf Sein Wort. Meine Seele harrt auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen, mehr als die Wächter auf den Morgen« (V. 5-6).

Spurgeon kommentiert: »Dies ist ein höchst göttliches Gebot, und es erfordert viel Gnade, es auszuführen. Den Geist zu beruhigen, still zu sein vor dem Herrn, in heiliger Geduld die Zeit abzuwarten, in der die Schwierigkeiten der Vorsehung geklärt werden – das ist es, was jedes gläubige Herz anstreben sollte.« Auf den Herrn zu warten ist schwierig, aber es ist das Anzeichen eines weisen und gläubigen Herzens, das einem allmächtigen und gnädigen Gott vertraut. Spurgeon schließt mit den Worten: »Zeit ist nichts für Ihn, lass sie auch nichts für dich sein. Gott ist es wert, auf Ihn zu warten … Warte im Gehorsam als Diener, in der Hoffnung als Erbe, in der Erwartung als Gläubiger.«

Auf den Herrn zu warten bedeutet, sich auf Ihn zu verlassen; es bedeutet, Seine Eigenschaften zu studieren und Ihm zu vertrauen. Es bedeutet zum Beispiel, zu wissen, dass Er treu ist – oft auf eine Art und Weise, die wir nie in Betracht gezogen hätten. Es bedeutet, sich Seiner Macht, Seiner Güte und Seiner Weisheit anzuvertrauen, da all diese sich vereinen, um die Angelegenheiten unseres Lebens zu leiten, nicht nach unserem, sondern nach Seinem Plan. Das sind die Dinge, von denen die Psalmen sprechen, wenn sie uns ermahnen, auf den Herrn zu warten. Psalm 27 zum Beispiel beginnt mit Worten des Trostes, die darauf basieren, wer und was Gott für die Gläubigen ist: »Der HERR ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen?« (V. 1).

Abrahams Glaube

Trotz des Strauchelns in Unglauben und Sünde ist Abraham ein großes Vorbild für das Warten auf den Herrn im Glauben. Hebräer 11,11 verbindet Abrahams Glauben zu Recht mit dem von Sarah und sagt: »Durch Glauben erhielt auch Sarah selbst die Kraft, schwanger zu werden, und sie gebar, obwohl sie über das geeignete Alter hinaus war, weil sie Den für treu achtete, der es verheißen hatte.«

Wir stellen die Frage: »Wie kam es, dass Abraham noch in einem Alter, in dem man eigentlich nicht mehr Vater werden kann, die Kraft erhielt, mit seiner Frau Sarah, die selbst unfruchtbar war, ein Kind zu zeugen? Die Antwort ist: Das bewirkte der Glaube. Abraham war überzeugt, dass Der, der ihm »einen Sohn« versprochen hatte, vertrauenswürdig ist. 

Römer 4,20-21 gibt eine weitere klassische Beschreibung von Abrahams ausharrendem Glauben. Über Abraham schreibt Paulus: »Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark durch den Glauben, indem er Gott die Ehre gab und völlig überzeugt war, dass Er das, was Er verheißen hat, auch zu tun vermag.«

Der Segen, den Gott Abraham verheißen hatte, konnte nur zustande kommen, wenn eine unfruchtbare und alte Frau schwanger werden und gebären würde. Wenn es um Christus geht, stellen wir fest, dass es nur dann eine Erlösung von unseren Sünden geben konnte, wenn mit einem jungfräulichen Mädchen das Gleiche geschehen würde. 

Dass Sarah schwanger wurde und gebar, und dass es sich mit Maria ebenso verhielt, sagt uns, dass die Rettung, auf die wir vertrauen, von Anfang bis zum Ende von Gott kommt, zur Ehre Seines Namens allein. Darum wollen wir uns diesem Gott anvertrauen, der den Toten das Leben gibt und aus dem unfruchtbaren Schoß Segen hervorbringt, ja sogar das Heil durch den jungfräulichen Leib, der unseren Herrn Jesus Christus geboren hat.

Das ruft uns dazu auf, uns mit unserer ganzen Not und mit all unseren Sehnsüchten an Gott zu wenden, auf Seine Macht zu vertrauen und auf all die kostbaren Verheißungen zu warten, die wir in der Heiligen Schrift vorfinden. Jeremiah Burroughs ermahnt uns: »Jedes Mal, wenn ein gottesfürchtiger Mensch die Heilige Schrift liest … und dort auf eine Verheißung stößt, sollte er seine Hand darauf legen und sagen: Das ist ein Teil meines Erbes; es ist mein, und ich soll davon leben.«

Dann lasst uns auch erkennen, dass unser größtes Erbe Gott Selbst ist; Seine größte Verheißung ist: »Ich will … euer Gott sein, und ihr sollt Mein Volk sein« (3.Mo. 26,12). Es ist Gott Selbst, den wir als Erbe empfangen, wenn wir Seinen Verheißungen vertrauen. Und es sind unsere Herzen, die Er durch dieses lange und manchmal schwierige Leben des Glaubens sucht, wenn Er uns aufruft, auf Ihn zu warten. Durch den Glauben Abrahams können auch wir die Worte des Segens empfangen: »Fürchte dich nicht … Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn!« (1.Mo. 15,1).

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